Wer sich - wie ich - immer schon gefragt hat, welche Erwägungen wohl dazu geführt haben mögen, dass in Deutschland die meisten Typen von Glücksspielen entweder fest in staatlicher Hand oder zumindest hart reguliert sind, wird heute beim Bundesverfassungsgericht fündig.
Eine Buchmacherin hat Verfassungsbeschwerde erhoben, weil ihr auch in letzter Instanz vor dem Bundesverwaltungsgericht die Genehmigung zur Vermittlung von "Oddset-Sportwetten" verwehrt wurde. (Das sind solche Sportwetten, bei denen im Voraus eine feste Gewinnquote feststeht, wenn man das richtige Ergebnis tippt).
Das BVerwG sagte, dem staatlichen Monopol auf Sportwetten lägen die Erwägungen:
- Eindämmung und Kanalisierung des natürlichen Spieltriebs,
- Verhinderung von krankhafter Spielsucht und Vermögensverfall,
- Vermeidung von Begleitkriminalität,
- Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Spielablaufs
zugrunde.
Ah-hah! Das muss einem ja mal gesagt werden.
Lottospieler Deutschlands, wisst ihr eigentlich dass jeden Mittwoch und Samstag euer Spieltrieb kanalisiert wird? ;)