“Am Harras”

In a few weeks, my fiancée and I are going to move to Munich. We are going to live in a quarter called Sendling.

A U-Bahn stop in the neighborhood is called “Am Harras” and curious as I am I wanted to know what it was named after. Luckily, there’s always Wikipedia. The German Wikipedia page on Harras reads (my translation):

In 1856, the former Löwenhof castle was torn down [...] and a remaining part of it was purchased by Robert Harras who opened a café there. It became a popular destination for people in Munich. The café was torn down as well in 1903, but the name remained as the name of the square located there. In 1930, the intersection was named after the café owner Robert Mathias Harras.

When I asked other people, one initial thought was that the name could be from Carl Zuckmayer‘s 1946 play “Des Teufels General” (The Devil’s General), about a German air force general under the Nazi regime, both working for it and openly opposing the Nazi party. But, while this would have made sense, it turns out the square has been called like this much longer already, and the fictitious general and the former café owner have nothing in common but their last name.

Harras Post Office
Photo: Harras post office, in a building from the 1930s. CC by-sa licensed on Wikimedia Commons.

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Eigene Kinder, Nachweislich

Family PortraitDie “Fragen und Antworten” zum “IsarCard” Abonnement der Münchner Verkehrsbetriebe haben einen interessanten Passus:

4) Kann ich jemanden mitnehmen?

Mit der IsarCard und der IsarCard9Uhr im Abo dürfen Kinder von 6 bis 14 Jahren montags bis freitags an Werktagen ab 9 Uhr, sonst rund um die Uhr kostenlos mitfahren. Nachweislich eigene Kinder und Enkelkinder in beliebiger Anzahl, ansonsten maximal drei.

Da fragt man sich natürlich, wie weise ich nach, dass meine Kinder meine Kinder sind? Reicht es, wenn sie mich Papa nennen? Oder doch besser ein Vaterschaftstest im U-Bahn-Wagen, nur um sicher zu gehen?

Das ist doch schon reichlich seltsam, zumal Kinder in der Regel keinen Ausweis haben, geschweige denn ihn mit sich herumtragen. Und eine Geburtsurkunde hätte ich als Vater dann nun auch nicht unbedingt ständig zur Hand. Auch auf das Übereinstimmen des Nachnamens kann man sich in unserer “modernen Gesellschaft” wahrlich nicht verlassen — und überhaupt, macht “Müller” oder “Schmidt” ein Kind zum “nachweislich” eigenen eines Herrn Müller oder Schmidt? Eher nicht.

Es ist erschreckend, wie gerne Unternehmen mit Worthülsen um sich werfen, die sie hoffen, nach Gutdünken ausfüllen zu können (in diesem Fall offenbar mit dem Ziel, vermeintlichen Schwarzfahrern die Last aufzuerlegen, die Verwandschaft mit den mitfahrenden Kindern zweifelsfrei “nachzuweisen”). Streuen von FUD kennt man aus anderen AGB zu genüge — und es scheint, der öffentliche Nahverkehr bildet dort keine Ausnahme.

Oh, wie ich mich freue, bald wieder in Deutschland Bus und Bahn zu fahren ;)

(Familienfoto CC by-nc-nd lizensiert von dhammza auf flickr).

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