München

Willkommen im Sommerloch. Gerade komme ich wieder aus dem Urlaub, ich war in München!

Leider war es nur selten sonnig, und überhaupt hängen in der Stadt viel zu viele Touristen rum (eine Situation, an der ich selbst ja nun nicht ganz unschuldig bin ;) )

Bilder gibt es natürlich auch: Ich habe ein Album von München selbst:
München
(Bei allen drei Alben: Das Bild anklicken, um das ganze Album zu sehen)

Außerdem waren wir im Konzentrationslager Dachau, nördlich von München, was sehr beeindruckend war. Leider sahen es einige Touristen (jeder Nationalität) als einen lustigen Familienausflug an, warfen Münzen in die Waschbecken der Baracken (was zum…?!) und machten “lustige” Fotos à la “die Gaskammer und ich” (juhu!)… Naja.
KZ Dachau

Zu guter Letzt war noch ein Tagesausflug zum Schloss Neuschwanstein drin (oh nein, wie peinlich) und zu meiner Überraschung muss ich sagen, dass das Schloss in natura wirklich schön ist! Allerdings gehen dort so viele Leute hin, dass man länger auf sein Ticket (für uns: 30 Minuten) und auf den Beginn der eigenen Führung (für uns: 2 Stunden) wartet, als die eigentliche Führung dauert (etwa 15 Minuten). Von den vielen Details des Schlossinneren sieht man daher nur sehr wenig. Spaß macht es aber trotzdem.
Schloss Neuschwanstein

Categories: Deutschland, real life, websights

Noch frei

Beim Kraftfahrzeugamt (DMV) von Kalifornien kann man personalisierte Kennzeichen online beantragen. Schade nur, dass so ziemlich alle guten Kennzeichen schon vergeben sind. Die meisten Namen, zum Beispiel.

Nur wenige erfreuen sich eher eingeschränkter Beliebtheit und sind bis dato noch frei:
Osama Californian License Plate
… Ich frage mich bloß, warum.

Alternativ hat übrigens der US-Staat Oklahoma ein neues Spezialkennzeichen für den patriotischen US-Bürger, mit grimmigem Adler auf Flecktarn:
Oklahoma License Plate
(via boingboing)

Ob die Kombination aus beidem noch zu haben ist? :)

Categories: real life, USA, websights

Eine YouTube-Lizenz, bitte

Broken TelevisionLeider kein Scherz:

Ich fahre in Urlaub, drehe ein kleines Filmchen über meine Erlebnisse und möchte meine Freunde daran im Internet teilhaben lassen – vorher habe ich aber bitte schön eine Senderlizenz zu beantragen, deren Genehmigung vermutlich Monate braucht.

Bizarre Vorstellung?

Nein, der Wunschtraum der Landesmedienanstalt NRW – und hoffentlich eine der letzten Zuckungen einer überkommenen Institution. Und einem Interview mit der „Taz“ begründet Norbert Schneider, Chef der Landesmedienanstalt der NRW solch eine Lizenzierung für jeden, der Videos im Internet veröffentlichen möchte auch noch damit, dies sei keine Beschränkung, sondern Schutz. Diese Argumentationslinie kennt man sonst nur aus Ländern wie China oder dem Iran.

Solch irrwitzige Vorschläge passen ins Bild, das Deutschland im Jahr 2007 bietet: In keinem Land mit demokratischer Grundordnung wird so negativ und hämisch über das Internet berichtet, in keinem Land der westlichen Welt sind die Entscheider in Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Bereich Web so inkompetent wie hier zu Lande. Ohne sich mit dem Thema zu beschäftigen werten sie das Internet wahlweise ab als Hort des Drecks, des Kindermissbrauchs oder der Dummheit – oft genug auch alles zusammen. Dabei braucht dieses politikverdrossene Land nichts dringender als Menschen, die bereit sind zu Diskurs und Kreativität.

Thomas Knüwer über die Idee, Videoveröffentlichungen im Internet vorab lizensieren lassen zu müssen.

Wenn man manche Leute reden hört (oder liest) muss man mit dem Kopf schütteln und sich beim Kalender versichern, dass es wirklich das Jahr 2007 ist. Die Erkenntnis, dass solch antiquierte Vorstellungen an den Spitzen einflussreicher Gremien vorherrschen, ist einigermaßen schauderhaft.

Leider befindet sich Norbert Schneider aber in bester Gesellschaft: Inmitten von Politikern, die sich unsicher sind, was eigentlich ein Browser ist, oder ihre eigene Homepage sowieso eigentlich noch nie besucht haben:

Link: sevenload.com

Andererseits muss sich der Innenminister ja auch nicht im Internet auskennen, um es mal kurz überwachen zu lassen.

(Bild “one less television” Creative Commons-lizensiert von Kevin Steele auf flickr)

Categories: Deutschland, real life, websights

Internethauptstadt, oder so.

Karlsruhe InternethauptstadtHm. Meine liebe Universitätsstadt Karlsruhe schmückte sich ja schon im Jahr 2003 mit dem Titel “Internethauptstadt” und lässt nicht locker, wann immer es sich bietet seine Vorreiterrolle zu betonen…

Wenn man sich dagegen die Webseite des Karlsruhe Stadtmarketings so anschaut, graut es einem kommt man schon ins Grübeln, ob das so stimmen kann — und das schon seit längerem. Dort hat man wenigstens die gröbsten Verstöße gegen jede Barrierefreiheit zwischenzeitlich entfernt, die Seite ist aber, mit Verlaub, nun wirklich noch immer selten schön: Nicht schön, aber selten…

Dass ich heute trotzdem enttäuscht war, auf der News-Seite der Stadt Karlsruhe keinen RSS-Feed zu finden, wundert mich selbst ein wenig. Eigentlich hätte ich es ja ahnen müssen.

Categories: 10100111001, print, thoughts, websights

Schwere Sprache…

Einer der schöneren Tippfehler im großen weiten Internet: Schauen Sie mal nach, was Sie erwartet, wenn Sie

weter.de

eingeben, um die neuesten Wettervorhersagen abzurufen.

(Danke für die Einladung ins große Legastheniker-Portal, Christian ;) )

Categories: 10100111001, websights

1967: Die Hippies von San Francisco

Ausgestrahlt vor ziemlich genau 40 Jahren, nämlich am 7. August 1967: Dagobert Lindlau im ARD-Politmagazin “report München” über die Hippies in San Francisco.

Ziemlich krass finde ich die Stelle, wo er kurz mal Drogen kauft: “Hey Honey, want a dollar?”… Der offene Ford Mustang, in dem er dort über die Golden Gate fährt, ist aber irgendwie cool.

(Danke für den Hinweis, HPW!)

Categories: American Oddities, USA, video, websights

Malerisch wie ein Industriehafen

Manche Blog-Kommentare sind zu schön, um sie einfach so sang- und klanglos verschwinden zu lassen; so wie dieser hier:

“Die zweckdienlich eingerichteten Zimmer in der verkehrsgünstig am Flughafen gelegenen und bei Gruppen beliebten Anlage ist nur einen Fußmarsch mittlerer Dauer vom Kiesstrand am malerischen Industriehafen entfernt”

Ein von “Sascha” im Lawblog erdachte Beschreibung eines 1-Sterne-Hotels im Reiseführer.

Categories: quotes, websights

Tina, was kosten die Kondome?

Heute vor 40 Jahren wurde die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gegründet, und kämpft seitdem unermüdlich für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland.

Ihre wahrscheinlich bekannteste Veröffentlichung ist ein Fernsehspot zur AIDS-Prävention aus dem Jahr 1990. Hier deshalb zur Feier des Tages noch einmal: Hella von Sinnen und Ingolf Lück in “Tina, was kosten die Kondome?”:

“Tina” hieß im Original übrigens zunächst “Rita” — aber die mögliche Parallele zur damaligen Gesundheitsministerin Rita Süssmuth war den Machern dann doch zu heiß, und so nannte man sie kurzerhand in “Tina” um.

Categories: Deutschland, video, websights