Alles außer Benzin

Der Euro ist auf einem Rekordhöchststand gegenüber dem Dollar.

Was bedeutet das? Aus “Euroland” exportierte Waren werden für die Weltwirtschaft teurer (was potentiell dem Exportland Deutschland schaden könnte), importierte Waren werden aber billiger.

Naja, alle Waren außer Erdölerzeugnissen natürlich, deren Preise in magischer Unabhängigkeit vom Dollar dann steigen, wenn der Dollar stark ist, und wenn der Dollar schwach ist — dann steigen sie auch. So stieg — natürlich nur rein zufällig zum selben Zeitpunkt wie der Streik bei der Deutschen Bahn — der Benzinpreis mal wieder deutlich, um etwa 8 Cent pro Liter.

Die Mineralölkonzerne haben aber natürlich wie immer eine frei erfundene Ausrede stichhaltige Begründung zur Hand. Der Ölmarkt ist schuld, und bindet den armen Konzernen die Hände. Ich habe Mitleid.

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Amerikanische Ananas

November 1942. “An American pineapple, of the kind the Axis finds hard to digest, is ready to leave the hand of an infantryman in training at Fort Belvoir, Va.”

American pineapple

Da ist die (etwas zynische) Bildunterschrift ebenso interessant wie das Bild selbst.

Gefunden bei shorpy.

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Budweiser Commercials, Patriot Edition

Budweiser Werbespots sind immer wieder sehenswert. Da spielen sie Schere, Stein, Papier, oder ein Esel bewirbt sich bei den Budweiser Clydesdale-Pferden um einen Job.

Ein weniger bekannter Spot (vom Superbowl 2002) ist dieser hier:

(Ich schlage vor, ihr schaut ihn erst an, und hinterlasst dann eure Vermutung worum es geht als Kommentar — ohne auf youtube nachzulesen.)

Und, wem der erste Spot zu viel interpretatorischen Spielraum hatte, hier die “support our troops”-Ausgabe:

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Weltsicht, leicht gemacht

“Spire Christian Comics” ist eine amerikanische, christliche Comicbuchserie. Die Bücher strotzen nur so vor christlich-puritanischer Romantik, gepaart mit tief-amerikanischem Patriotismus.

Aus dem Buch “Hansi — the Girl Who Loved the Swastika”, in dem Hansi, Bauerstochter aus dem Sudetenland, vom Glauben abfällt und für das Dritte Reich kämpft, und erst über Umwege nach Amerika kommt, wo sie merkt wie “böse die Russen und wie gut die Amerikaner doch sind”:

Hansi and the American Soldiers

Hansi in America

Es geht doch nichts über einfache Weltbilder. ;)

Link zu den gescannten Comics. (via bb)

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flickr zensiert Deutschland

Censr watches you

Das US-Fotoportal Flickr vergrault mit seiner deutschen Lokal-Version die Kunden: Für sie sind jetzt alle Bilder gesperrt, die man eher ungern der Oma, Kindern oder Arbeitskollegen zeigen würde. Einspruch zwecklos. Deutsche Nutzer rufen zum Boykott.

Das schreibt Spiegel Online über die kürzlich eingerichteten Bildfilter bei flickr.

Dabei werden — nach einer vom Uploader selbst vorgenommenen Klassifizierung und je nach dessen Moralvorstellungen — auch sonnenbadende Touristen oder im Swimmingpool planschende Kinder vollständig vor den Augen deutscher Kunden verborgen.

Am meisten besorgt mich aber (siehe mein Post zum Thema, den ich für meine ausländischen Bekannten geschrieben habe), dass flickr es so aussehen lässt, als sei das ausschließlich ein Problem, das ihnen der deutsche Gesetzgeber eingebrockt hätte.

Denn obwohl die Situation in Deutschland (Stichwort: Forenhaftung und Co.) sicherlich alles andere als trivial ist, hat sich, wie Isotopp in einem Artikel schreibt, dem ich weitestgehend zustimme, die Gesetzeslage nicht letzte Woche geändert und flickr unter Druck gesetzt, Maßnahmen zu ergreifen.

Schlimmer noch: Es werden nicht nur abertausendfach nach deutschem Verständnis völlig harmlose Bilder gesperrt, sondern hierzulande weitaus kritischere Fotos, die beispielsweise “Nazi-Symbole” tragen, sind nach wie vor frei zugänglich, weil deren Uploader sie nicht als bedenklich erachtet hat. Die Selbstzensur, die sich flickr von den Benutzern erhofft, greift also voll ins Leere. Die traurige Konsequenz ist, dass flickr vor lauter Angst, rechtliche Probleme zu bekommen ein System umgesetzt hat, das den deutschen Anforderungen, jedenfalls pauschal, gar nicht genügen dürfte.

Meine mehrfach vertretene Ansicht, dass man von einem Unternehmen wie yahoo erwarten kann, dass sie vor einem signifikanten Update (oder einer so tiefgreifenden Änderung der Grundbedingungen eines Services) ihre Hausaufgaben machen und sich lokale Gesetze von jemandem erklären lassen, der sich mit sowas auskennt, kann ich nur wiederholen.

Aber stattdessen kommt zu einem, äh, leicht verbesserungswürdigen Release-Management auch noch ein katastrophales Krisenmanagement, indem man über zwei Tage dauerhaften Protest der Nutzer hinweg nur bisweilen mal einen Mitarbeiter im Forum vorbeischauen lässt, um kurz zu erwähnen, dass es nichts zu erwähnen gibt, und eine Lösung nicht in Sicht sei. (Ganz folgerichtig aktiviert man auch Filter, um mehr oder minder kunstvolle Statements gegen die Filterpolitik des Dienstes von den Augen der unbedarften/nicht betroffenen Benutzer abzuschirmen).

Und so bleibt der eigentliche Vorwurf, den man sich in Sunnyvale anhören muss, dass sie in einem fehlgeschlagenen Versuch, lokale Gesetze zu beachten, ihre deutschen Benutzer mit dem Moralrasenmäher rasiert haben, und das, völlig ohne vor, während oder nach dieser Aktion die Kommunikation mit den Betroffenen zu suchen. Mein Lieblingsbuch zum Software-Projektmanagement ((DeMarco / Lister: Waltzing with Bears: managing risk on software projects, Dorset House Publishing, 2003)) analysiert als Beispiel eines völlig daneben gegangen Projekts die Gepäck-Software des Denver International Airport, aus den späten 80ern. Falls die Autoren für eine Neuauflage aber einmal ein Web 2.0-Projekt aus dem aktuellen Jahrhundert suchen, kann ich ihnen flickr nur wärmstens ans Herz legen.

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Onion: Idaho erklärt Englisch zur einzigen Sprache, die sie kennen

Die armen Idahoans: In Amerika gelten sie (wohl zu Unrecht) als ausgemachte Hinterwäldler und sind dem Rest des Landes immer für einen Scherz gut. So schreibt die Satirezeitung “The Onion”:

ID—The Idaho Legislature passed a unanimous resolution Monday declaring English the only language the elected assembly knows how to speak, write, or understand.
(…)
The legislature is expected to pass a separate resolution later this week officially declaring out-of-towners “suspicious.”

Dabei sagen meine geheimen Idahoischen Quellen: “Wie gemein — und überhaupt, die Gesetzgebungsperiode ist doch schon lang wieder vorbei…”

Boise State Capitol

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OSU-Studentin ist Playmate des Jahres 2007

Sara Jean UnderwoodSara Jean Underwood, Studentin an der Oregon State University, ist zum Playmate des Jahres 2007 des Amerikanischen Playboy Magazins gekürt worden.

Sara Jean war im Oktober 2005 das Covergirl für die “Mädels der PAC-10“-Ausgabe und wurde im Juli 2006 außerdem “Miss Juli”.

Sie sagt:

“I didn’t think I was pretty enough. I’m 5’3,” short, freckle-faced. I’m from Oregon. It wasn’t a thought in my mind that I could do something like that.”

Na dann mal herzlichen Glückwunsch nach Corvallis. Auf dem Campus waren eben nicht nur die Bäume sehenswert :)

(via fleshbot [NSFW!])

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Second Amendment T-Shirt

Oh-wow, ich will dieses T-Shirt. Das habe ich schon letztes Jahr einen Freund tragen sehen, und gerade heute ist es mir wieder eingefallen:

Second Amendment T-Shirt by bustedtees.com

Second Amendment T-Shirt by bustedtees.com

Ich hoffe ich bin nicht der einzige, der das lustig findet ;)

P.S.: Wer etwas Starthilfe beim Verstehen braucht: Der erste Zusatzartikel zur Amerikanischen Verfassung handelt von der freien Rede, der zweite vom “right to bear arms”, dem Recht, Waffen zu tragen.

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