Archive for the 'Fotos' Category

Gruß von Lenin

Dieses Foto haben Christian und ich bei unserem Urlaub in New York City gemacht:
Lenin-Statue, New York City

Da grüßt Lenin von einem Luxus-Apartmentgebäude namens “Red Square Apartments” im East Village, NYC.

Grotesk.

flickr zensiert Deutschland

Censr watches you

Das US-Fotoportal Flickr vergrault mit seiner deutschen Lokal-Version die Kunden: Für sie sind jetzt alle Bilder gesperrt, die man eher ungern der Oma, Kindern oder Arbeitskollegen zeigen würde. Einspruch zwecklos. Deutsche Nutzer rufen zum Boykott.

Das schreibt Spiegel Online über die kürzlich eingerichteten Bildfilter bei flickr.

Dabei werden — nach einer vom Uploader selbst vorgenommenen Klassifizierung und je nach dessen Moralvorstellungen — auch sonnenbadende Touristen oder im Swimmingpool planschende Kinder vollständig vor den Augen deutscher Kunden verborgen.

Am meisten besorgt mich aber (siehe mein Post zum Thema, den ich für meine ausländischen Bekannten geschrieben habe), dass flickr es so aussehen lässt, als sei das ausschließlich ein Problem, das ihnen der deutsche Gesetzgeber eingebrockt hätte.

Denn obwohl die Situation in Deutschland (Stichwort: Forenhaftung und Co.) sicherlich alles andere als trivial ist, hat sich, wie Isotopp in einem Artikel schreibt, dem ich weitestgehend zustimme, die Gesetzeslage nicht letzte Woche geändert und flickr unter Druck gesetzt, Maßnahmen zu ergreifen.

Schlimmer noch: Es werden nicht nur abertausendfach nach deutschem Verständnis völlig harmlose Bilder gesperrt, sondern hierzulande weitaus kritischere Fotos, die beispielsweise “Nazi-Symbole” tragen, sind nach wie vor frei zugänglich, weil deren Uploader sie nicht als bedenklich erachtet hat. Die Selbstzensur, die sich flickr von den Benutzern erhofft, greift also voll ins Leere. Die traurige Konsequenz ist, dass flickr vor lauter Angst, rechtliche Probleme zu bekommen ein System umgesetzt hat, das den deutschen Anforderungen, jedenfalls pauschal, gar nicht genügen dürfte.

Meine mehrfach vertretene Ansicht, dass man von einem Unternehmen wie yahoo erwarten kann, dass sie vor einem signifikanten Update (oder einer so tiefgreifenden Änderung der Grundbedingungen eines Services) ihre Hausaufgaben machen und sich lokale Gesetze von jemandem erklären lassen, der sich mit sowas auskennt, kann ich nur wiederholen.

Aber stattdessen kommt zu einem, äh, leicht verbesserungswürdigen Release-Management auch noch ein katastrophales Krisenmanagement, indem man über zwei Tage dauerhaften Protest der Nutzer hinweg nur bisweilen mal einen Mitarbeiter im Forum vorbeischauen lässt, um kurz zu erwähnen, dass es nichts zu erwähnen gibt, und eine Lösung nicht in Sicht sei. (Ganz folgerichtig aktiviert man auch Filter, um mehr oder minder kunstvolle Statements gegen die Filterpolitik des Dienstes von den Augen der unbedarften/nicht betroffenen Benutzer abzuschirmen).

Und so bleibt der eigentliche Vorwurf, den man sich in Sunnyvale anhören muss, dass sie in einem fehlgeschlagenen Versuch, lokale Gesetze zu beachten, ihre deutschen Benutzer mit dem Moralrasenmäher rasiert haben, und das, völlig ohne vor, während oder nach dieser Aktion die Kommunikation mit den Betroffenen zu suchen. Mein Lieblingsbuch zum Software-Projektmanagement ((DeMarco / Lister: Waltzing with Bears: managing risk on software projects, Dorset House Publishing, 2003)) analysiert als Beispiel eines völlig daneben gegangen Projekts die Gepäck-Software des Denver International Airport, aus den späten 80ern. Falls die Autoren für eine Neuauflage aber einmal ein Web 2.0-Projekt aus dem aktuellen Jahrhundert suchen, kann ich ihnen flickr nur wärmstens ans Herz legen.

The Holocaust

Als ich jüngst in San Francisco zum Sightseeing unterwegs war, fand ich in der Nähe des California Palace of the Legion of Honor (einem Museum), recht unerwartet, eine Holocaust-Gedenkstätte.

The Holocaust

Das Kunstwerk wurde 1984 erstellt vom Amerikanischen Jüdischen Künstler George Segal und hat mich sehr beeindruckt. Ein einziger Mann am Zaun und ein dutzend Tote hinter ihm. Um so kraftvoller wird der Eindruck, weil das Denkmal an einem äußerst schönen Aussichtspunkt über den pazifischen Ozean gelegen ist und sich dort um so markanter in das Bewusstsein des Besuchers einprägt. Ich las irgendwo, dass Menschen sich beschwerten, dass der Anblick dieser Installation die Schönheit des Ausblicks beeinträchtige — ein Effekt, der vom Künstler durchaus beabsichtigt gewesen sein dürfte.

Die Gedenktafeln, die das Kunstwerk begleiten, beginnen mit den Worten:

“THE HOLOCAUST von George Segal

Wir werden niemals den brutalen Völkermord an sechs Millionen Juden vergessen, darunter 1,5 Millionen Kinder, im Holocaust der Nazis von 1933 bis 1945.”

Alle acht Bilder, die ich davon gemacht habe, findet ihr hier. Und hier ist noch ein interessanter Artikel aus der Zeitschrift ArtForum über das Kunstwerk und seinen Eindruck auf den Beobachter.

71995

… und keinen Einwohner mehr hat die Stadt Mountain View, wenn man ihren Ortsschildern glauben schenken darf.

Mountain View Street Sign

Diese Schilder habe ich schon in vielen Gemeinden in den USA gesehen und schon oft fragte mich, warum man das wohl so genau dort angibt (oder warum überhaupt)? Die Zahl ändert sich nicht nur ständig, sondern es herrscht in diesem Land bekanntlich auch kein Meldewesen, sodass es sich bei der Zahl eigentlich ohnehin nur um eine Schätzung auf Basis der letzten Volkszählung handeln kann. Oder der Führerscheine, natürlich.

In jedem Fall verwirren mich diese Schilder immer ein wenig.

(Bildquelle: CC by-nc-sa lizensiert von lazytom auf flickr)

The Spoon Incident

Da ihr ja sicher alle wissen wollt, was denn passiert, wenn ein Kochlöffel der Heizspirale in der Spülmaschine in die Quere kommt, habe ich mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut, um eure Neugier zu stillen.

Der hochqualitative Kochlöffel, den Sie auf den folgenden Fotos sehen können, stammt aus dem Hause Ikea und war dort im Set zu etwa 1,50 US-Dollar erhältlich ;)
Zu meiner Verteidigung muss ich übrigens sagen, dass nicht ich es war, der die Spülmaschine eingeräumt hat.

Und nun: Vorhang auf!

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Irakkritik an Portlands Ampeln

Wow, das ist mal was anderes:

Irakkritik in Portland, OR

So sehen offenbar viele Ampel-Knöpfe im Moment in Portland, Oregon aus. Der Fotograf schreibt dazu:

Diese Aufkleber kleben jetzt schon in der ganzen Stadt. Und das sollten Sie auch.

Irak ist, was passiert, wenn man einem Haufen 20-jähriger Esel ein Land gibt, mit dem sie machen können, was sie wollen.

(Foto von sillydog auf flickr)

Die letzte Schlagzeile des Jahres

Na, wer wohl? Genau, Saddam. Diese Fotos habe ich in Santa Cruz gemacht:

Headlines, 12/30

Headlines, 12/30

Wie sahen die Schlagzeilen zum Thema wohl in Deutschland aus?