Archive for the 'OSU' Category

Yes! Yes! Yes!

Schlimm genug, dass ich zum Anpfiff in der Vorlesung sitzen musste (9 Uhr morgens…).

Mit äußerster Erschütterung stellte ich zudem fest, dass niemand, ja, niemand sich für die soeben begonnene Fußball-Weltmeisterschaft interessierte.

Doch dann, als ich in das Memorial Union Gebäude kam, erblickte ich es: Eine kleine Leinwand, auf der Fußball lief! Jetzt sitze ich hier mit drei anderen Leuten (eine Person davon schläft) und schaue die zweite Halbzeit des Spiels Deutschland gegen Costa Rica. Zur Feier des Tages habe ich mir übrigens aus dem Kaffeeladen hinter mir einen Kaffee besorgt und auf die Frage “French or Costa Rican?” … ihr wisst schon was geantwortet :)
Dass die Bildqualität auf der Leinwand ganz und gar schrecklich ist (Ameisenkolonie?) macht mir auch gar nichts aus!

Update: Hier ein hochqualitatives Foto von der Leinwand, vor der ich gerade sitze.
Germany vs Costa Rica at the OSU MU

Musikalisches

Wie schon angekündigt, gab es ein paar Mitschnitte von Ensembles, in denen ich mitgespielt habe.

Zum Beweis, dass ich mir das Ganze nicht ausdenke ;) hier die Links (nur für begrenzte Zeit, neu, neu ;) )

Der Radio-Mitschnitt des OSU Jazz Ensembles, ausgestrahlt auf KBVR Radio, dem Radiosender der Universität. Download von meinem Platz auf dem Uni-Webserver, wo mein Account aber wohl in ein paar Monaten gelöscht werden wird.

Das Frühlingskonzert des OSU Symphonic Wind Ensemble auf der iDisk unseres Dirigenten, bis der es runterlöscht…

Wenn die Aufnahmen da mal weg sind, fragt mich ruhig nach einer Kopie.

Musikalische Grüße und viel Spaß beim Hören! :)

WWW steht für Wireless-Wirrwar

Manchmal ist das Leben schon ungerecht: Als ich zuerst hier eingezogen bin, hat es so vier Wochen gedauert, bis der Kabelmann kam und uns Internet brachte.

In dieser Zeit kam es schon mal vor, dass man sich an das Fenster stellte, und das Laptop automatisch und völlig ungewollt die Verbindung zu dem Access Point eines Nachbarn aufbaute. Schließlich hatten 5 Nachbarn einen Access Point, und zwei davon waren unverschlüsselt und “offen”. (Einmal fiel das gute Stück dabei auch auf den Boden :( aber das ist eine andere Geschichte…)

Cable and Wireless; CC-licensed on flickr by bartmaguire; source: http://www.flickr.com/photos/bartmaguire/49588918/Jetzt, wo ich schon seit vielen Monaten eine eigene Internetverbindung habe, und mich nur noch die Mikrowelle bisweilen davon abhält, eine Verbindung herzustellen, schaue ich mir nur noch selten an, wie viele Menschen in der Nachbarschaft über einen Access Point verfügen.

Heute aber zog es mein Computer vor, sich statt zu meinem Access Point doch lieber zu dem eines Nachbarn zu verbinden. Also, Liste angeschaut: Mittlerweile 16 Nachbarn (inkl. mir) haben einen Wireless Router. Ein Drittel davon unverschlüsselt. Nicht anders als in Deutschland auch. Was für ein Wireless-Wirrwar ;)
Ein Bekannter hat übrigens zuhause einen zweiten Linksys WRT54G Router stehen, den er absichtlich unverschlüsselt und offen lässt. Jedoch lässt er die ein oder andere statistische Analyse über den ankommenden, ungebetenen Traffic laufen: Und so hat er schon eine stattliche Sammlung an Facebook- und Myspace-Passwörtern angehäuft. (Facebook und MySpace sind “Networking-Communities” und gehören zu den beliebtesten Webservices junger Amerikaner; beide Anbieter haben kein Verständnis dafür, dass man zur Übermittlung von Login-Passwörtern eine verschlüsselte Verbindung benutzen sollte).

Aber wenn ich mir das unverschlüsselte Wireless-Netzwerk in der Uni so ansehe (die “Sicherheit” wird durch Überprüfung der MAC-Adresse abgewickelt), wundert mich schon gar nichts mehr…

Das machen Ingenieure nach Feierabend

Dem Ingenieur ist ja bekanntlich nichts zu schwör. Und beschäftigt ist er auch immer.

Oder, um es mit den Worten des weißen Kaninchens aus Alice im Wunderland zu sagen:

I’m late, I’m late
For a very important date
No time to say “Hello”, “Good-bye”
I’m late, I’m late, I’m late

Wenn ich mir das Music Department an der OSU so ansehe, weiß ich auch warum. Vielleicht ein Zehntel der Leute die dort herumrennen haben eigentlich Musik als Hauptfach; alle anderen sind Ingenieure: Seien es Informatiker, Elektrotechniker oder Nuklear-Ingenieure.

Man kann sich schließlich nicht nur mit seinem Hauptfach beschäftigen.

Mir kommt das alles sehr gelegen. So habe ich mit meiner Jazz-Improvisationsklasse vergangenen Donnerstag eine Radiosendung im TV-Studio des universitätseigenen Fernsehsenders KBVR TV aufgezeichnet, die prompt freitags über den Äther ging. Ich habe das gleich mal mitgeschnitten, und wenn ihr ganz lieb seid, lasse ich es euch sogar mal anhören ;)
Heute wiederum spielte ich mit dem Symphonischen Blasorchester der Universität im LaSells Stuart Center als Abschlussereignis vor einem ziemlich großen Publikum: Zum Finale des alljährlichen Wertungsspielens der High-School-Orchester Oregons buhlten die besten Musikschüler des Landes um die Gunst der Preisrichter. Da lässt es sich die Universität freilich nicht nehmen, zu zeigen, was sie selbst auf dem Kasten hat.

Damit es schließlich nicht langweilig wird, fahren wir Jazz-Schüler nächsten Sonntag nach Portland, um dort im “Crystal Ballroom” der Pub-Kette McMenamins einen Wohltätigkeitsgig (für einen erkrankten Musiker, der, wie bei professionellen Musikern hierzulande üblich, keine Krankenversicherung hat) zu spielen.

Da lohnt es sich doch, schneller mit den Hausaufgaben fertig zu werden :)

Schneeflöckchen, Weißröckchen…

Heute ist ein guter Tag, um meine lose Artikelfolge über seltsames oregonisches Wetter fortzusetzen:

Snowman; CC-licensed by amk829; Quelle: http://flickr.com/photos/91021713@N00/89737891/Schnee!

Naja, nicht gerade das, was wir in Deutschland so unter Schnee verstehen. Eher so eine weiße morgendliche Haube auf den geparkten Autos, die sich innerhalb weniger Stunden in hässlichen Schneematsch verwandelt.

Trotzdem: Die Eingeborenen waren entzückt. Sogar drei Schneemänner habe ich heute gesehen, zwei davon auf dem Memorial Union-Vorplatz. Dass man sich nicht sicher sein konnte, ob der Hauptbestandteil der schmutziggrauen Gesellen nun gefrorenes Wasser oder nicht doch eher Erde war, versteht sich da von selbst. — Auch das Foto an der Seite ist deshalb mehr als Symbolfoto zu verstehen…

Im Laufe des Nachmittags hat sich das Ganze dann aber in den altbekannten oregonischen Winterregen verwandelt.

Ist aber vielleicht besser so: Bei Schnee können die meisten hier ja ohnehin nicht Auto fahren, und ab einem Zoll Schneeschicht schließen sie die Uni. Und wir wollen doch nicht, dass hier die Welt zusammenbricht, oder? ;)
Update: Auf flickr habe ich zwei Fotos gefunden: Schnee in Corvallis, #1 und #2.

Ein bisschen menschlicher

“Schön”, dachte ich, als ich vor kurzem las, dass an der OSU das live animal surgery laboratory geschlossen wurde.

Dabei handelte es sich um ein Labor an der Fakultät für Tiermedizin, bei dem Doktoranden der Veterinärmedizin an lebenden Tieren solche Versuche durchführen mussten, nach denen das jeweilige Versuchstier eingeschläfert werden musste. Das waren meist so starke operative Eingriffe, dass selbst der Heilungsvorgang dem Tier noch starke Schmerzen bereitet hätte.

Zudem waren die vermittelten Operationstechniken so spezialisiert, dass sie für die meisten tierischen Patienten gar nicht vonnöten sind. “Ein Labor, das alle Situationen des wirklichen Lebens simuliert, könnte man sowieso nicht einrichten”, sagte dazu Bernard Singuin, Assistenzprofessor für Kleintierchirurgie an der OSU.

Einem allgemeinen Trend in den USA folgend, verlegte man die Ausbildungsschwerpunkte eher auf die allgemeinen Konzepte, die für so stark invasive Operationen in der Realität nötig sind, oder verwendet Computersimulationen und Laborpuppen zum Training, statt die Eingriffe an lebenden, gesunden Tieren durchzuführen.

Schön zu hören!

Das Labor an der OSU war eines der letzten dieser Art in den USA.

Beaver Yearbook

Oh, long time no see!
The Beaver Yearbook
Bin im Moment an der Planung von ziemlich tollen Dingen und außerdem mit Projektarbeit überschüttet in der Uni, sodass zum Bloggen nicht so viel Zeit bleibt. Schade!

Vor Kurzem habe ich mich aber erstmal vom Beaver Yearbook Team ablichten lassen. Das OSU Jahrbuch hat, wie ich mir habe erzählen lassen, jedes Jahr aufs neue einen Abschnitt mit Studentenportraits.

Im diesjährigen werde ich also nun auch zu sehen sein! — sogar mit einem größeren Foto als die Bachelor-Studenten, weil ich ja offiziell Grad Student (also Master-Student) bin und deshalb toller, privilegierter und so weiter — Immer diese Klassengesellschaft! ;)
Für einen völlig horrenden Preis habe ich dann auch gleich meine Kopie bestellt, die mir im Herbst nach Deutschland geschickt werden soll. Da bin ich ja mal gespannt!