Archive for the 'thoughts' Category

Internethauptstadt, oder so.

Karlsruhe InternethauptstadtHm. Meine liebe Universitätsstadt Karlsruhe schmückte sich ja schon im Jahr 2003 mit dem Titel “Internethauptstadt” und lässt nicht locker, wann immer es sich bietet seine Vorreiterrolle zu betonen…

Wenn man sich dagegen die Webseite des Karlsruhe Stadtmarketings so anschaut, graut es einem kommt man schon ins Grübeln, ob das so stimmen kann — und das schon seit längerem. Dort hat man wenigstens die gröbsten Verstöße gegen jede Barrierefreiheit zwischenzeitlich entfernt, die Seite ist aber, mit Verlaub, nun wirklich noch immer selten schön: Nicht schön, aber selten…

Dass ich heute trotzdem enttäuscht war, auf der News-Seite der Stadt Karlsruhe keinen RSS-Feed zu finden, wundert mich selbst ein wenig. Eigentlich hätte ich es ja ahnen müssen.

1967: Die Hippies von San Francisco

Ausgestrahlt vor ziemlich genau 40 Jahren, nämlich am 7. August 1967: Dagobert Lindlau im ARD-Politmagazin “report München” über die Hippies in San Francisco.

Ziemlich krass finde ich die Stelle, wo er kurz mal Drogen kauft: “Hey Honey, want a dollar?”… Der offene Ford Mustang, in dem er dort über die Golden Gate fährt, ist aber irgendwie cool.

(Danke für den Hinweis, HPW!)

Schocker

Unglaublich! Überraschend, völlig unerwartet und von niemandem geahnt hat es einen Dopingfall im Profiradsport gegeben. Alexandre Vinokourov, Kapitän vom Team Astana, wurde positiv auf Blutdoping getestet.

Jetzt live im Fernsehen*: Selbstmord einer Sportart.

*) Oh, natürlich nicht “live”, bzw. nur noch auf den Privatsendern, die sich über mögliche Skrupel beim Ausstrahlen der Tour mittels Werbegeldern hinwegtrösten… ;)

Malerisch wie ein Industriehafen

Manche Blog-Kommentare sind zu schön, um sie einfach so sang- und klanglos verschwinden zu lassen; so wie dieser hier:

“Die zweckdienlich eingerichteten Zimmer in der verkehrsgünstig am Flughafen gelegenen und bei Gruppen beliebten Anlage ist nur einen Fußmarsch mittlerer Dauer vom Kiesstrand am malerischen Industriehafen entfernt”

Ein von “Sascha” im Lawblog erdachte Beschreibung eines 1-Sterne-Hotels im Reiseführer.

Tina, was kosten die Kondome?

Heute vor 40 Jahren wurde die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gegründet, und kämpft seitdem unermüdlich für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland.

Ihre wahrscheinlich bekannteste Veröffentlichung ist ein Fernsehspot zur AIDS-Prävention aus dem Jahr 1990. Hier deshalb zur Feier des Tages noch einmal: Hella von Sinnen und Ingolf Lück in “Tina, was kosten die Kondome?”:

“Tina” hieß im Original übrigens zunächst “Rita” — aber die mögliche Parallele zur damaligen Gesundheitsministerin Rita Süssmuth war den Machern dann doch zu heiß, und so nannte man sie kurzerhand in “Tina” um.

Alles außer Benzin

Der Euro ist auf einem Rekordhöchststand gegenüber dem Dollar.

Was bedeutet das? Aus “Euroland” exportierte Waren werden für die Weltwirtschaft teurer (was potentiell dem Exportland Deutschland schaden könnte), importierte Waren werden aber billiger.

Naja, alle Waren außer Erdölerzeugnissen natürlich, deren Preise in magischer Unabhängigkeit vom Dollar dann steigen, wenn der Dollar stark ist, und wenn der Dollar schwach ist — dann steigen sie auch. So stieg — natürlich nur rein zufällig zum selben Zeitpunkt wie der Streik bei der Deutschen Bahn — der Benzinpreis mal wieder deutlich, um etwa 8 Cent pro Liter.

Die Mineralölkonzerne haben aber natürlich wie immer eine frei erfundene Ausrede stichhaltige Begründung zur Hand. Der Ölmarkt ist schuld, und bindet den armen Konzernen die Hände. Ich habe Mitleid.

Stell dir vor es ist Tour de France…

… und keiner geht hin.

Mal im Ernst, nachdem Jaksche am Wochenende weiten Teilen des professionellen Radsports flächendeckendes Doping vorgeworfen hat, sollten wir das Verfahren vereinfachen: Statt jede Woche zwei Pressekonferenzen mit Dopingbeichten, sollten sich einfach einmal alle professionellen Radfahrer melden, die noch nie gedopt haben. Dann sind wir auch schneller fertig.

Die “Sportler” geben sich jedenfalls redlich Mühe, jeden verbliebenen Funken Glaubwürdigkeit im Keim zu ersticken, und das gelingt ihnen auch ziemlich gut: Zumindest für mich thront der professionelle Radsport seit kurzem als einsamer Spitzenreiter über der Gruppe von Sportarten, die mich nicht (mehr) interessieren. Gratulation.