Archive for the 'thoughts' Category

Nationalhymne mit Untertiteln

Vor dem heutigen Endspiel der Frauenfußball-Weltmeisterschaft (Deutschland-Brasilien) wurden wie üblich die Hymnen der beiden Staaten gesungen.

In der Vergangenheit hatte es dabei ja bisweilen Textunsicherheiten gegeben, denen das ZDF heute in weiser Voraussicht mit Videotext-Untertiteln vorzubeugen versucht hat:
Hymne mit Untertiteln

Das ist zwar für die eigene Hymne vielleicht ein bisschen seltsam — aber als zur brasilianischen Hymne gleich die deutsche Übersetzung mitgeliefert wurde, fand ich das eigentlich ziemlich gut.

Lateinische E-Mail-Signatur

Ich habe normalerweise ja keine E-Mail-Signatur, aber wenn ich eine hätte, dann wäre diese hier ein guter Kandidat!

Si forte in alienas manus oberraverit hec peregrina epistola incertis ventis dimissa, sed Deo commendata, precamur ut ei reddatur cui soli destinata, nec preripiat quisquam non sibi parata.

Ich versuche euch das mal kurz zu übersetzen, liebe Leser (und man möge mir eventuelle Fehler, einige Jahre nach dem Latein-Abi, nachsehen):

Falls dieser umherreisende Brief, der in unsichere Winde entsendet, aber Gott anvertraut wurde, zufällig in fremde Hände geraten ist, so bitte ich, dass er dem gegeben werde, an wen allein er gerichtet ist, und dass niemand ihn stiehlt, für den er nicht gemacht ist.

Das Zitat stammt übrigens aus dem Vorwort zum “Liber Confortatorius” (ermutigendes Buch) des französischen Mönchs Goscelin aus dem Jahr 1083.

(Danke für den Link, Tobi!)

Fast-Unwort

Och Mensch, jetzt habe ich schon gedacht, das Wort “Konvertiten-Register” wäre der Senkrechtstarter auf dem Weg zum Unwort des Jahres 2007.

Und dann stellt sich heraus, dass das gar kein Zitat war, und der Begriff so nie gefallen ist: Eine Ente, gewissermaßen.

Menno. Bosbach, Sie sind raus.

Mercy, Mercy, Mercy gefunden

Heute ist Joe Zawinul, eine österreichische Jazz-Legende, gestorben.

Seine Stücke wie “Birdland” oder “Mercy Mercy Mercy” sind weltberühmt und gehören zweifellos zu den besten Songs die je geschrieben wurden. Man sehe sich nur einmal diese Aufnahme von 1978 an, mit Joe Zawinul am Keyboard, und Jaco Pastorius am Bass.

Guten Morgen

Ich weiß zwar nicht, wer hier heute morgen für über eine halbe Stunde ununterbrochen diesen Krach gemacht hat:

Aber möge ihn beim Sch*en der Blitz treffen!

Ist wahrscheinlich ein Auto-Alarm: Der Ton soll wohl bewirken, dass ein möglicher Autodieb an Ort und Stelle vor Genervtheit zu Boden geht und nach kurzer Zeit seinen Qualen erliegt — raffiniert!

Das Video zeigt übrigens die atemberaubende Sicht aus meinem Fenster auf den Kirschbaum des Nachbarn ;)

GEZ mahnt wegen “GEZ-Gebühren” ab

Die “Gebühreneinzugzentrale” GEZ ist stets für ein bisschen Realsatire zu haben:

Die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) will offenbar nicht länger der von Fernsehkonsumenten geschmähte Geldeintreiber sein. Stattdessen soll ein Imagewandel vollzogen werden.

Nach Ansicht der GEZ sollen deswegen die gesetzlichen Rundfunkgebühren der öffentlich-rechtlichen Sender nicht “GEZ-Gebühren“ genannt werden.

Wie GEZ-Sprecher Willi Rees am Freitag in Köln sagte, sei dieser Begriff falsch, da es sich ja nicht um eine Gebühr für die Zentrale handle. Er bestätigte, dass die GEZ dem Berliner Internet-Portal akademie.de eine Abmahnung geschickt habe, in der es unter anderem darum gehe, dass das Portal nicht mehr dieses Wort verwenden solle.

Die Liste der von der GEZ monierten Begriffe umfasst immerhin 30 Einträge und zielt im wesentlichen darauf ab, alle umgangssprachlichen Begriffe durch die etwas umständlichen Formulierungen des Rundfunkgebühren-Staatsvertrages zu ersetzen.

Ob die Abmahnung von Internetseiten ein guter Anfang für den erwünschten “Imagewandel” ist, wage ich hingegen zu bezweifeln. Aber vielleicht hält man es in Köln ja mit den Medien so wie in Hollywood: “All press is good press”… oder?

Internethauptstadt, oder so.

Karlsruhe InternethauptstadtHm. Meine liebe Universitätsstadt Karlsruhe schmückte sich ja schon im Jahr 2003 mit dem Titel “Internethauptstadt” und lässt nicht locker, wann immer es sich bietet seine Vorreiterrolle zu betonen…

Wenn man sich dagegen die Webseite des Karlsruhe Stadtmarketings so anschaut, graut es einem kommt man schon ins Grübeln, ob das so stimmen kann — und das schon seit längerem. Dort hat man wenigstens die gröbsten Verstöße gegen jede Barrierefreiheit zwischenzeitlich entfernt, die Seite ist aber, mit Verlaub, nun wirklich noch immer selten schön: Nicht schön, aber selten…

Dass ich heute trotzdem enttäuscht war, auf der News-Seite der Stadt Karlsruhe keinen RSS-Feed zu finden, wundert mich selbst ein wenig. Eigentlich hätte ich es ja ahnen müssen.