Auf die Ohren: Das Fest 2005

Das Fest KarlsruheIch freu mich ja schon länger darauf: Das Fest 2005 in der Karlsruher Günther-Klotz-Anlage steht diesen Monat vor der Tür und wird sicher, wie fast schon gewohnt, wieder Hunderttausende begeisterte Fans in seinen Bann ziehen.

Außerdem steht das Programm zwischenzeitlich ganz fest und jeder kann sich aus den vielen (oft parallel spielenden) Bands seine Favoriten heraussuchen.

Also gebe ich euch mal eine Empfehlung, was ihr unbedingt besuchen solltet, bzw. was ich fest auf meinem “Das-Fest-Anhörplan” habe:
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Platz 24

Als ich gestern heimgekommen bin, lief im Wohnzimmer der Grand Prix de la Chanson. Der deutsche Beitrag von Gracia, der gerade kam, klang so ähnlich wie Walgesänge zur Brunftzeit.

Mit einem Mal wusste ich, wieso der Produzent seine eigenen Platten aufgekauft hat. Sonst kauft die ja keiner freiwillig.

Mich vor Schmerzen windend habe ich besser den Raum verlassen – ich glaube ja, ihr erster Platz war wirklich verdient. Also der erste Platz von unten.

P.S.: Das Ergebnis verwundert übrigens anderswo (zum Beispiel hier oder hier) auch niemanden.

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Vince Herring im Birdland

Vincent Herring… oder: Wie geil ein stinknormales Yamaha-Altsax doch klingen kann, wenn es der Richtige spielt ;)
War gestern auf einem Konzert von Vincent Herring, momentan wohl einem der besten (und schnellsten ;) ) Jazz-Altsaxophonisten der Welt. Wer sich noch nicht selbst davon überzeugen konnte, kann sich ja mal von der Biographie beeindrucken lassen:

Vincent has worked with Nat Adderley, Art Blakey and The Jazz Messengers, The Horace Silver Quintet, Jack DeJohnette’s Special Edition, Larry Coryell, Cedar Walton, Freddie Hubbard, Dizzy Gillespie, The Mingus Big Band, Nancy Wilson, The Roy Hargrove Big Band…

Ein paar nette Hörbeispiele gibts zum Beispiel bei Amazon.

Irgendwie bin ich ja froh, dass der Junge keine Trompete spielt, sonst wär ich wohl mit offenem Mund dort in der ersten Reihe gesessen. (Außerdem wäre ich sonst wohl auch noch schwerhöriger, als ich es heute ohnehin schon bin – dass ein Alto so laut sein kann?).

Durch meinen Chef-Platz bekam ich sogar noch die Ehre, dass er mir seine Flasche Cola geschenkt hat, weil er Cola Light bestellt hat und die normale nicht haben wollte. Ist ja auch schlecht fürs Instrument und so *blabla….* – jedenfalls: Danke, Vince! Für die Musik und die Cola ;)

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Hänschen klein

TrompeteGestern in einer Bandprobe hat uns der Chef Hänschen klein spielen lassen.

Wie, Hänschen klein?

Als Improvisationsübung in den absurdesten Tonarten. Hausaufgabe: Kinderlieder in allen zwölf Tonarten spielen. Die verknoteten Finger gibts gratis dazu.

Was aber wirklich krass ist: Hänschen klein hat eine Bridge! “Aber Mutter weinet sehr…” ist ein B-Teil, vorne umrahmt von zwei A-Teilen (“Hänschen klein, ging allein…” und “Stock und Hut…”), und hintendran kommt noch ein A-Teil (“Da besinnt sich das Kind…”)

Also: A-A-B-A. Eine der beliebtesten Formen bei Jazz-Stücken, womit Hänschen klein eindeutig als Jazz-Standard durchgeht. :) Das hat der ein oder andere Jazz-Professional übrigens auch schon gespielt.

Cool, oder?

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