Tschüss, StudiVz

Das jüngste Update der StudiVz AGB ist einfach zu viel des “Guten”: Nachzulesen im lawblog behält sich StudiVz in seinen neu ausgedachten AGB eine Vertragsstrafe für jeden Pups vor, und auch das Schnüffeln durch die privaten Nachrichten der Benutzer (in den in den ABG angedeuteten Fällen, so Udo Vetter, möglicherweise gar ein strafbarer Verstoß gegen das Fernmeldegeheimnis) schreibt sich das mögliche (und wenn dann ziemlich schlechte) Facebook-Duplikat nunmehr auf die Fahnen.

Selbst Leute die nicht rechtlich “vorbelastet” sind, können dort wirklich, wirklich nicht mehr zustimmen. Nicht erst seit dem letzten Hackerangriff haben sie endgültig ihre unerträgliche Unprofessionalität unter Beweis gestellt. Die neuen “AGB” sind da nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Es macht mich ja fast traurig zu sehen, wie man eine eigentlich gute Idee mit so viel Gewalt gegen die Wand fahren kann.

Ich habe den AGB gerade per Mail widersprochen und bin gespannt, wie die Reaktion ausfallen wird (obwohl ich es mir natürlich denken kann).

PS: Ich bin immer noch Mitglied des Amerikanischen Facebooks und würde mich freuen den ein oder anderen dort zu treffen. Das dortige Netzwerk ist (mittlerweile) auch für internationale Studenten und Nichtstudenten offen und, nun ja, funktioniert.

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Nach Tabak suchen

Wenn es darum geht, die Zukunft vorherzusagen, wollen Zeitungen ja stets die ersten sein, und lehnen sich dabei schon mal gerne weiter aus dem Fenster als ihnen zuträglich wäre.

So auch das “Manager Magazin” mit seinem Abgesang auf den Suchmaschinenriesen Google. Thomas Knüwer nennt das “Tendenz zum Blödsinn” — er zitiert das “Manager Magazin” ((ein Name, der mir mangels Binde Strich übrigens fortwährend Kopf Schmerzen bereitet)):

“Die latente Unzufriedenheit der Surfer birgt die größte Gefahr für die Zukunft von Google. Sobald ein Angebot auftaucht, das einen substanziell besseren Service bietet, wechseln die Nutzer blitzschnell und in Scharen zu der neuen Site (…)”

und schreibt dazu:

Schauen wir mal, wenn das “Manager Magazin” so als Google-in-spe sieht. Hakia, zum Beispiel. Eine Suchmaschine, bei der man Fragen eingeben soll. Dauert zwar erheblich länger, liefert dafür aber auch schlechte Ergebnisse.

Na das probiere ich doch gleich mal aus: Ich suche nach “Where does Frederic Wenzel blog?” und bekomme eine Seite voll Ergebnissen bei denen nicht nur keines meiner Blogs dabei ist, sondern auch noch das hier:

Hakia Answer

Interessant, dass die bahnbrechend innovative Suchmaschine es zwar schafft, meine alte Blog-Adresse (nicht verlinkt) in dem kleinen Kommentar unterzubringen, nicht aber in einem der Suchergebnisse; zudem ist mir noch nicht so ganz klar, wieso ich in meinem Blog nach “Tobacco” suchen soll (das liefert nämlich bisher genau ein Ergebnis, und das ist nicht mal das mit den meisten Kommentaren).

Wenn das zu dem Vielversprechensten zählt, das das “Manager Magazin” das Multimilliarden-Dollar-Unternehmen Google gefährden sieht, können sich Page und Brin wohl vorerst entspannt zurücklehnen. Verwunderlich auch, warum der Name A9 (Amazons Suchmaschine) nicht fällt: Dort liegt wenigstens eine Infrastruktur vor, die in einer ähnlichen Liga wie Google spielt.

Falls Herr Knüwer nicht gerade die interessanten Bestandteile des Artikels verschwiegen hat, darf man annehmen, dass man mit dem Besingen des Niedergangs eines Web-Giganten in den Stuben des “Manager Magazins” einfach zu beschäftigt war um ein bisschen genauer zu recherchieren.

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sudo make me a sandwich

Neu in meiner unmöglichen T-Shirt-Schublade: sudo make me a sandwich.

sudo make me a sandwich

Es handelt sich um eine Kopie des Original-sudo-Comics auf xkcd.org. Und wer nicht so recht versteht warum das komisch ist, sollte sich nicht all zu große Sorgen machen :)

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Von den Kosten einer Monokultur

Gen Kanai, von Mozilla Japan, hat jüngst einen Artikel gebloggt von seinen Erfahrungen bei einem Besuch in Südkorea. “The cost of monoculture” hat er ihn getauft, und er handelt von der einzigartigen Internetlandschaft dort und von den Problemen, denen das “technologische Wunderland” gerade entgegensieht. Auszüge (Übersetzung von mir):

Was würden Sie sagen wenn ich Ihnen erzähle, dass es ein Land gibt, das ein technologischer Vorreiter ist, als einer der Ersten E-Commerce eingeführt hat, Weltführer bei der Einführung von Mobiltelefonen der dritten Generation, beim kabellosen Breitband-Internet und bei Breitbandanschlüssen ist, und außerdem bei Blogs etc ganz vorne mitspielt. Klingt nach einem tollen Ort, oder? Ein technologisches Wunderland, reine Utopie?

Falsch.

Diese Nation ist außerdem eine einzigartige Monokultur, in der 99,9% aller Computer Microsoft Windows verwenden.

und weiter:

Der südkoreanische Markt ist in einer einzigartigen Situation, wo Entscheidungen, die vor einer langen Zeit gefällt wurden, eine Monokultur auf dem Markt erzeugt haben, die jetzt unbeabsichtigte Auswirkungen hat auf jeden, der in Südkorea einen Computer besitzt. Diese Geschichte ist so faszinierend, weil sie wahr ist.

Mich hat die Geschichte in der Tat fasziniert und sie zeigt, wie wichtig Offenheit für das Web ist. (De-facto-) Monopole wie dieses schaden den Benutzern und den Anbietern gleichermaßen und sie verschlingen (wie in diesem Fall) schier unglaubliche Summen, wenn Probleme auftreten. (Und die Frage ist nicht “ob”, sondern “wann”).

Für Südkorea bleibt uns nur zu hoffen, dass sie sie sich langsam aber sicher aus der Sackgasse befreien können, in die sie sich manövriert haben. Angesichts des Ausmaßes der Misere wird die dortige Volkswirtschaft aber wohl noch für viele Jahre darunter zu leiden haben.

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In der Moderation steckengeblieben

Wie auch bei meinem englischen Blog waren in letzter Zeit hier einige Kommentare in der Moderationsliste steckengeblieben, die ich heute ausmisten durfte.

Und das böse, böse WordPress hat mir keine Mail geschickt, wenn jemand in der Queue war! :(

Eine große Entschuldigung an alle, die bisher vergeblich auf die Freischaltung ihrer Kommentare gewartet haben: Sie sind jetzt online. Und ich hoffe ihr kommentiert mal wieder — ich gelobe Besserung ;)

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6,8 Gigahertz

Jüngst machte mich mein Bruder auf eine Reihe von Ebay-Auktionen aufmerksam, die PCs (oder Teile davon) mit der Beschreibung 6,8 Gigahertz bewerben.

Auktionen mit 6,8 GHz auf Ebay

Da es nach dem aktuellen Stand der Technik aber keine 6,8 GHz Prozessoren gibt, beziehen sich alle diese Auktionen also auf Dual Core Prozessoren, also, einfach formuliert, Prozessoren die zwei Recheneinheiten auf einem Chip unterbringen.

Eine der Auktionen liest sich wie folgt:
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Microsofts DRM in Vista: Schnauze, User!

Wie schon länger bekannt, “unterstützt” Microsofts neues “Vista” Betriebssystem verschiedene DRM-Technologien, darunter eine, die hochqualitative Videos in ihrer Qualität reduziert, wenn der Monitor, auf dem es wiedergegeben wird, nicht den HDCP Kopierschutz unterstützt.

Und das, selbst wenn der Benutzer für viele tausend Euro einen hochqualitativen Fernseher angeschafft hat und diesen mit DVI-Signalen füttert, die dazu durchaus in der Lage wären, die volle Qualität wiederzugeben.

Microsoft verteidigt dieses Vorgehen und sagt, die Hersteller von HD-DVD und Blueray Discs wollten das nunmal so, und Hardware-Player würden das doch genau so machen. Die reduzierte Qualität sei ja immer noch besser als herkömmliche DVDs.

Im Klartext bedeutet das:

Lieber Kunde, wenn du für teures Geld einen HD-Fernseher kaufst, und dir dann, ganz legal, hochqualitative Filme dazukaufst, dann heißt das noch lange nicht, dass dein Windows auch das wiedergibt, was du in das Laufwerk schiebst. Kauf dir doch bitte noch eine neue Grafikkarte, oder einen neuen Fernseher, wenns sein muss. Die paarhundert Euro machen den Kohl nun auch nicht mehr fett. Und überhaupt, beschwer dich nicht, die Qualität ist doch immerhin noch besser als alte DVDs!

Dass das völlig kaputt ist, denke nicht nur ich, sondern auch Peter Gutmann, Informatikdozent von der University of Auckland, meldet sich zu Wort und nennt Vistas DRM-Spezifikation den “längsten Abschiedsbrief der Geschichte”.

Die Technologie sei “sehr kundenfeindlich”, sagt er, und die “schlichte Unerträglichkeit der Kopierschutztechnologie in Windows Vista” könne sich als der größte Anreiz zur Softwarepiraterie erweisen, der jemals geschaffen wurde”.

Das würde mich nicht wundern. Mir jedenfalls fällt niemand ein, dem ich verständlich machen kann, warum sein teurer Fernseher seine ebenfalls teuren Filme nicht oder nicht richtig abspielt. Wo er sich doch nach Kräften bemüht hat, das alles höchst legal zu erwerben, und nun trotzdem von Microsoft und seinen Freunden in den Hintern getreten wird. Und — nicht mit Freude, sondern aus Zwang — werden all diese Geschädigten auf jede sich bietende Möglichkeit, jeden Crack aus dem Internet zurückgreifen, um es doch zum Laufen zu bringen — auch wenn das bedeutet, den Film gleich ganz aus dem Internet herunterzuladen.

Wenn das Kind dann in den Brunnen gefallen ist, wird man in Redmond und anderswo zu weinen beginnen und sie verfluchen, die bösen, bösen, “raubkopierenden” Kunden. Und man wird sich jede Menge Erklärungen einfallen lassen — nur eine nicht: dass das Kind nicht gefallen ist, sondern von ihnen höchstselbst in den Brunnen geworfen wurde.

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Frickelverzeichnis

Wie ihr vielleicht wisst, mache ich im Moment ein Praktikum im Web-Engineering-Bereich. Mit anderen Worten: Ich sitze jeden Tag im Büro und mache Web-Anwendungen, die funktionieren. Oder jedenfalls funktionieren sollten — niemand will schließlich unsere Webseiten besuchen und dann mit jeder Menge Fehlern ausgestattet weinend heimgeschickt werden.

Dementsprechend schmerzhaft ist es, wenn ich auf andere Webseiten gehe und dort Fehler entdecke, jedenfalls wenn sie gehäuft auftreten. Paradebeispiel ist das berüchtigte “Studiverzeichnis”, das sich dem Anschein nach einen feuchten Kehrricht um solche Kleinigkeiten wie Datenschutz kümmert und dessen Macher Gerüchten zufolge versuchen, ihr Foto im Brockhaus unter “soziale Inkompetenz” erscheinen zu lassen.

Aber Spaß beiseite:

Studivz Fehlermeldung

Diese Nachricht steht da nur leider schon seit zwei Tagen *lach*

Ich habe selten so stümperhafte Arbeit gesehen.

Bitte, bitte, nehmt ihnen ihr Venture Capital weg. Oder wenigstens ihre Computer. Ist besser so.

Achja, nochwas: Galgenhumor gefällig? Hier entlang! :)

Update: Während Päde auf das PennerVz hinweist (danke!), geht StudiVz in die fünfzehnte Downtime-Runde. Jetzt soll es bis Dienstag so bleiben:

StudiVz, Fehlermeldung Nummer 2

Dass es das Blog heißt, traue ich mich schon gar nicht mehr zu erwähnen; bei manchen Gesellen ist eben Hopfen und Malz verloren.

Aber nun ein Insidertip (naja, nicht wirklich) für enttäuschte, deutsche Studenten die das StudiVz doch nicht mehr so richtig mögen: Das Amerikanische Facebook ist offen, auch für deutsche Studenten. Darin bin ich auch zu finden. Deren Webseite funktioniert länger als 2 Stunden am Stück (ja, wirklich!) und sieht (oh Wunder!) genauso aus wie das StudiVz, das ja nur eine schlechte Kopie des Originals ist. — Oder sollte ich sagen, war?

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