Beim Dönern Geld verloren

Moderne Mobiltelefone haben ja nun mehr oder minder intelligente Systeme der Worterkennung, die einem beim Schreiben von Nachrichten einiges an Tipparbeit ersparen können. Leider funktioniert das aber manchmal nicht so, wie der Benutzer sich das wünscht: Beim iPhone, beispielsweise, diskutiert das große weite Internet über Möglichkeiten, ihm beliebte amerikanische Schimpfworte beizubringen, die von den Apple-Programmierern aus amerikanisch-puritanischer Scham (und wohl zur Vermeidung peinlicher Situationen) nicht hinzugefügt wurden.

Aber auch die Nachricht, die ich vorhin — nicht von einem iPhone — erhielt, entsprach nicht ganz dem Gewünschten:

Er: So, 10 Euro beim Dönern verloren. Zeit fürs Bett.
Ich: Dönern?
Er: Pokern, nicht Dönern. Danke, T9 :)
Ich: Haha, das blogge ich…

Und so habe ich heute gelernt, dass “dönern” und “pokern” auf dem Telefon auf denselben Tasten liegen. Was für eine Tätigkeit allerdings das Verb “dönern” beschreiben mag, dass man dabei Geld verlieren kann, habe ich noch nicht abschließend klären können.

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Duad mr loid

Unbekannter Fehler. Betreff ”, Konto: ‘pop.gmx.net’, Server: ‘mail.gmx.net’, Protokoll: SMTP, Serverantwort: ‘501 Duad mr loid, ohne ESMTP ghad hier gar nix‘, Port: 25, Secure (SSL): Nein, Serverfehler: 501, Fehlernummer: 0x800CCC63

Eine schwäbische Fehlermeldung aus einem Stuttgarter Studentenwohnheim. Höflich sind sie ja schon, die Schwoba.

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Tschüss Amazon DVD, hallo Lovefilm

Heute in meinem Postfach:

Mit Wirkung vom 11.07.2008 wird keine Werbekostenerstattung mehr für den Amazon.de DVD-Verleih gezahlt, da der Verleihservice eingestellt wird.

Wie es aussieht, klappt Amazon seinen DVD-Verleih zu, und übergibt das Geschäft an den britischen Verleiher “LOVEFiLM”. Dazu auf der Amazon-Webseite:

Frage: Warum überträgt Amazon sein Geschäft an LOVEFiLM?
Antwort: Genau wie Amazon.de ist auch LOVEFiLM bestrebt, Ihnen den besten Kundenservice zu bieten. Durch unsere Investition in LOVEFiLM werden wir noch besser Kundenwünsche befriedigen können. LOVEFiLM bietet Ihnen einen umfassenden Katalog mit zehntausenden DVDs von Neuerscheinungen bis hin zu seltenen Titeln.

Ich bin gespannt, wie sich der DVD-Verleih per Post in Deutschland weiterentwickelt. Wie wohl die Marktanteile zwischen Amazon/Lovefilm und Amango.de verteilt sind?

Preislich sind die Anbieter exakt gleich, nur bietet Amazon/Lovefilm zusätzlich günstigere “1 DVD pro Monat” Anlockangebote an.

Die Unterschiede sind also nicht groß, ganz im Unterschied zu den USA, wo sich die beiden “großen”, Netflix und Blockbuster, mal mehr mal weniger friedlich um die Vorherrschaft auf dem Markt prügeln, auch beim Preis: insbesondere bei den “großen” Verträgen ist Netflix günstiger, die Anfängersparte geht hier jedoch an Blockbuster. Letztere rühmen sich zudem damit, dass man DVDs in deren Verleihläden tauschen kann, was Netflix nicht vorweisen kann. Das ist natürlich ein Zeitvorteil (insbesondere bei der bisweilen seeehr langsamen Post in diesem Land), andererseits fangen auch Amerikaner an, bei 4 Dollar je Gallone Sprit den 8-Zylinder öfter mal in der Garage stehen zu lassen.

Ich dachte immer, DVDs per Post sei nicht so der Bringer in Deutschland, weil man immer persönlich zum Postkasten laufen muss und seine Rücksendung nicht einfach dem Postboten mitgeben kann. Alles in allem scheint das Geschäft aber dennoch ganz interessant zu werden.

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Fachkräftemangel: Selbst verschuldetes Leid

Heute morgen habe ich einen interessanten kleinen Kommentar zum Fachkräftemangel in der deutschen IT-Branche gelesen:

Ein Drittel der IT-Unternehmen kann seine freien Stellen nicht besetzen und ruft durch die Kehlen der Verbände nach der Politik. (…) Das Leid ist selbst verschuldet.

Nach der Dotcom-Blase ließe man “(d)as bisschen Code” “nur noch in Indien produzieren”.

Dass die Unternehmen ihre Hausaufgaben bei der Ressource IT-Mensch weiterhin nicht machen, ist leicht an den Einstiegsgehältern abzulesen.

Trotz der bejammerten Knappheit bekommt ein frischer IT-Hochschulabsolvent weniger Kohle als vor Jahren.

Das erwartete Einstiegs-Branchengehalt lag “2007 mit 42 600 Euro pro Jahr zwar 800 Euro über dem von 2006″. Doch 2004 gab es “mit 43 900 Euro noch deutlich mehr”.

Jan Kleinert, Chefredakteur des deutschen Linux-Magazins, im Editorial der Ausgabe 2/08.

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