Firefox und Chrome: Konkurrenz ist gut fürs Geschäft

(Der übliche Hinweis vorab: Ich arbeite für Mozilla und gebe hier meine eigene Meinung, nicht notwenigerweise die meines Arbeitgebers, wieder.)

fully open, duh :P

Diverse News-Seiten im Internet haben heute gemeldet, dass StatCounter (eines von mehreren Internet-Marktforschungsunternehmen) im November Google Chrome beim weltweiten Marktanteil erstmals knapp vor Mozilla Firefox gesehen hat.

Dass manche Statistiken Chrome auf etwa gleichem Marktanteil wie Firefox sehen, ist ein Erfolg für Mozilla.

Der Stiftungszweck der Mozilla Foundation ist, für die Offenheit des Webs einzustehen, und für die Freiheit der Benutzer, das Web so zu verwenden, wie sie es möchten (nicht: so wie man es ihnen vorsetzt). Die Tatsache, dass Google dazu in der Lage war, einen Browser zu erstellen, und diesen erfolgreich an den Markt bringen konnte, ist ein unmittelbarer Effekt des unerbittlichen Kampfes von Mozilla und seiner Community, den Browsermarkt aus einem Monopolmarkt in einen Markt mit mehreren Konkurrenten zu verwandeln. Es wäre scheinheilig von Mozilla, nun zu behaupten, das hätten wir nicht gewollt, oder “als wir offenes Web sagten, meinten wir eigentlich ein Firefox-Monopol”. Offen heißt offen, und wenn Benutzer Chrome verwenden wollen, dann müssen sie dazu in der Lage sein.

Das alles heißt freilich nicht, dass wir nicht noch immer Firefox für den besten Browser für die Benutzer halten: Schließlich ist es der einzige Browser, der die Interessen des Benutzers ohne Wenn und Aber in den Mittelpunkt rückt. Dass Google ein Konkurrent ist, der mit Chrome ein technisch starkes Produkt mit zweifellos innovativen Eigenschaften hat, ist nicht weniger, sondern um so mehr Grund, Firefox ständig weiter zu verbessern.

Foto: “fully open, duh”, CC by-sa-nc licensed by morgamic

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Was “Stuttgart 20″ mit Stuttgart 21 gemeinsam hat

Anfang der Woche sah ich im Fernsehen eine Dokumentation aus den 60er Jahren über die Planungen zum Neubau der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart durch die Deutsche Bundesbahn. Das war recht amüsant, etwa die Aussage, die modernen IC-Züge könnten auf dieser zu bauenden Strecke ihre Geschwindigkeit von 160 km/h voll ausfahren (atemberaubend!).

Dann aber wurde es seltsam aktuell: Befragt wurde ein Stuttgarter Politiker nach der Notwendigkeit des geplanten Baus, auch im Hinsicht auf den gewaltigen Widerstand von Seiten der Bevölkerung. Er sagte in etwa das Folgende (aus dem Gedächtnis paraphrasiert):

Die Region Stuttgart ist eine High-Tech-Region, deren Konkurrenzfähigkeit von ihrer Infrastruktur abhängt. Wenn wir wollen, dass sich Stuttgart gegenüber den anderen Technologieregionen in Deutschland und in ganz Europa auch in Zukunft weiter behaupten kann, müssen wir mit modernen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

Das war ein Kommentar, den man (mehr als 40 Jahre später!) genau so auch in der Stuttgart-21-Diskussion hätte hören können. Wie ich finde, ein durchaus berechtigter Einwand, der ironischerweise in den 60er Jahren bei weitem noch nicht so relevant war wie heute, wo die Landeshauptstadt nach Kräften versucht, High-Tech-Industrie jeder Couleur in seiner Nähe zu bündeln.

Eines ist sicher: Sich auf den “Daimler-Lorbeeren” (wir brauchen keine Infrastrukturinvestitionen, beim Daimler kommen doch alle pünktlich zur Arbeit) auszuruhen, könnte langfristig großen Schaden anrichten, wenn man zu spät merkt, dass in Wirklichkeit die Relevanz der Region Stuttgart im 21. Jahrhundert auf dem Spiel stand. Wo sich die Politik momentan den Vorwurf machen lassen muss, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, sollten die Gegner des Projekts nicht den Fehler machen, an dieser Wand ziellos weiterzumauern.

Ich jedenfalls bin auf den Fortschritt des Schlichtungsverfahrens gespannt — bis dato gilt es ja schon als Erfolg, dass man noch nicht am ersten Tag gescheitert ist. Erfolg ist eben doch Definitionssache.

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GEZ abmelden, Teil 3: Gar nicht so schwer.

Ich gebe zu: Das GEZ-Experiment habe ich mir komplizierter vorgestellt. Kürzlich erhielt ich Antwort von der GEZ, dass mit der Abmeldung alles in Ordnung sei. Seht selbst:

Klar, das mit der Bearbeitungszeit von beinahe drei Wochen lässt sich noch verbessern — aber noch nicht einmal privatwirtschaftliche Unternehmen haben es mit der Bearbeitung einer Kündigung sonderlich eilig. Das es bei der GEZ schneller geht, hat also wohl keiner erwartet.

Simples Fazit: Wenn man sich mit einem ernsthaften (d.h. legalen) Grund bei der GEZ abmeldet, gibts mit der Abmeldung anscheinend auch keine Probleme — vorausgesetzt, man bringt die notwendige Portion Zeit mit. Das war ja einfach.

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GEZ abmelden, Teil 2: Wer schreibt, der bleibt

Möglicherweise wird das Faxgerät der GEZ doch außertariflich entlohnt und wäre auch gestern verfügbar gewesen: Es scheint, als ob die Faxnummer der GEZ, die mit 0185 (nicht: 01805) beginnt, nicht aus dem sipgate-Netz (d.h., von meinem VoIP-Anbieter aus) erreichbar ist. Fail! Was es mit dieser sondersamen Sonderrufnummer auf sich hat, weiß ich übrigens nicht. Bleibt nur der Brief.

Also die Faxvorlage (die ich ohnehin ausdrucken, unterschreiben, dann wieder einscannen musste) in einen Briefumschlag, “GEZ, 50656 Köln” drauf, Briefmarke dazu und ab die Post.

Es bleibt spannend.

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GEZ Abmelden, ein Selbstversuch

Das Abmelden von den deutschen Rundfunkgebühren, da ist sich das Internet weitgehend einig, ist schwer. Da ich beruflich bedingt in ein paar Monaten nichts Gebührenpflichtiges mehr in Deutschland “bereithalten” werde (ja, ganz legal), komme auch ich nun in den zweifelhaften Genuss, das Verfahren einmal ausprobieren zu dürfen.

Einmal abgesehen von der angsteinflößenden Webseitengestaltung, klingt das Ganze auf der Abmeldungsseite auf gez.de eigentlich ganz einfach: “wer sich abmelden möchte, kann hierfür das Formular downloaden: Einfach das Formular … ausdrucken, ausfüllen und uns per Fax oder Post zukommen lassen”.

Gesagt, getan: Ich fülle das Formular aus und versuche — erstmal — die Methode per Fax. Das ist am günstigsten und wenn es nichts wird, habe ich immer noch jede Menge Zeit, einen Brief zu schicken.

Und siehe da, die erste Hürde: Es scheint, als ob die Idee von Internet-Sendezeiten sich auch bei den Faxgeräten durchgesetzt hat: Obwohl ich ernsthaft bezweifle, dass bei der GEZ ein Raumvoll handelsüblicher Faxgeräte stehen, die jeden Morgen von einem Mitarbeiter akribisch angeschaltet, und nach Dienstschluss eines nach dem anderen abgeschaltet werden, geht das Fax (und auch ein zweiter Versuch, eine Stunde später) nicht durch. Ist ja schließlich Sonntag.

Ich werde es also morgen noch einmal versuchen — wenn das Faxgerät aus seinem wohlverdienten Wochenende zurück ist und wieder seiner tariflichen Arbeitszeit nachgeht.

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Auf (nimmer) Wiedersehen, StudiVz

Spätestens nach der jüngsten Datenpanne bei SchülerVz, dem kleinen Bruder von StudiVz, war klar, dass man im Hause StudiVz seit Jahren nichts zum Thema Datenschutz gelernt hat — allen Versprechen zum Trotz.

Es wurde also allerhöchste Zeit, meinen schon lange brach liegenden Account dort endlich zu löschen. Zwar hatte ich dort von Anfang an außer dem Allermindesten keine persönlichen Daten hinterlegt — aber selbst diese Daten sind im Hause “Vz” offenbar nicht sicher.

studiVZ: Auf Wiedersehen

In diesem Sinne, liebes StudiVz, auf nimmer Wiedersehen!

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Cui fidem, fidem

Da hat der niederländische Journalist Rob Savelberg die neu-und-alt-Kanzlerin Merkel aber ganz schön aus dem Konzept gebracht:

Natürlich ist das löblich, löblich, dass Merkel ihrem zukünftigen Kabinett voll und ganz vertraut. Hunderttausend deutsche Mark zu vergessen, kann schließlich jedem einmal passieren. Andererseits entbehrt es nicht einiger Ironie, dass ausgerechnet der scheinbar unter selektiver Amnesie in Finanzfragen leidende Schäuble zum Finanzminister ernannt wurde. Bleibt nur zu hoffen, dass er bei den Finanzen von 83 Millionen Deutschen nicht ab und an mal eine Milliarde vergisst. Und falls doch, müssen wir ihm eben noch ein bisschen mehr Vertrauensvorschuss gewähren — schließlich hat sich Schäuble schon als Innenminister wichtige Vertrauenspunkte im Kampf gegen den Bürger gesichert, und mit seiner süßen Schäublone für immer einen Platz in unseren Herzen gewonnen.

PS: Cui fidem, fidem, heißt “Vertrauen, wem Vertrauen gebührt”.

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Spot der Piratenpartei zur Bundestagswahl 2009

Am 27. September Piratenpartei wählen.

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