Sohnemann

Heute rief eine Frau im Auftrag eines großen deutschen Autobauers an.

Das Gespräch lief in etwa so:

Anruferin: Hallo, mein Name ist Valentina Winter (Name geändert) von (Name der Firma). Kann ich mit der Dame des Hauses sprechen?

Ich: Die ist bei der Arbeit; kann ich was ausrichten?

V.W.: Spreche ich mit dem Ehemann oder dem Sohnemann?

Ich: Mit ihrem Sohn.

V.W.: Wann kommt die Mama denn wieder?

Ich: Das kann Ihnen der Sohnemann nicht sagen. Da müssen Sie nochmal anrufen. Auf wiederhör’n.

Sprachs und legte auf…

Lieber großer Autobauer. Ich weiß ja nicht, was ihr euren Callcenter-Mitarbeitern so beibringt. Aber bei einem bin ich mir ziemlich sicher: Einen mittzwanziger “Sohnemann” nach seiner “Mama” zu fragen ist nicht gerade eine Strategie, die die Seriösität Ihres Unternehmens unterstreicht.

Den unbändigen Wunsch, eines Ihrer Autos zu kaufen, hat das jedenfalls nicht in mir hervorgerufen.



3 Responses to “Sohnemann”

  1. 1
    Jean Pierre Says:

    “Nein, die Dame des Hauses ist nicht zugegen. Aber Sie dürfen auch gerne mit mir vorlieb nehmen, ich werde den Herrschaften dann Ihr Anliegen weiterleiten”

    :-p

    Die Anonymisierung des Names ist Dir übrigens vorzüglich gelungen — habe ich mich kringelig gelacht ;-)

  2. 2
    Markus Says:

    *g* das sollte den Wunsch ja auch nicht bei DIR hervorrufen sondern bei deiner Mutter ;-) Fehlt nur noch ein *Name der Redaktion bekannt

  3. 3
    Fred Says:

    Tja, auch der Plan hat wohl nicht geklappt ;)

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