Erst trinken, dann essen

Ich gestehe, dass meine Überlegung vor dem Abendessen häufig wie folgt abläuft:

“Sooo, was trinke ich denn heute abend.” — und nachdem ich das entschieden habe, schaue ich, welches Essen dazu passt.

Wenn ich mich also für Pop ((Ami-Slang für Limonade, Cola und so)) entschieden habe, mache ich wahrscheinlich Burger oder sowas. Rotwein könnte ein Steak nebst gebackener Kartoffel mit sich bringen. Und Bier manchmal Pizza oder Bratwurst. Am vielfältigsten ist da natürlich Wasser, dann bin ich aber hinsichtlich des Essens so schlau wie vorher.

Und ganz insgeheim glaube ich ja, dass ich das nur mache, weil die Qual der Wahl ein wenig eingeschränkt wird, wenn man schon weiß was man trinkt. Manchmal fällt es mir richtig schwer zu entscheiden was ich denn kochen will, denn falls ich nach dem Kochen feststelle dass ich darauf gar keinen Appetit habe, ist es zu spät ;)
Wie macht ihr das so? Wenn ihr nicht gerade einen Partner/eine Mutter/einen Privatkoch habt, der/die euch einfach etwas Essbares vorsetzt, seid ihr ja sozusagen in der gleichen Misere wie ich. Bin ich nun gerade außergewöhnlich seltsam, oder könnt ihr mich beruhigen, dass es anderen genau so geht?



Categories: USA, really strange, thoughts

3 Responses to “Erst trinken, dann essen”

  1. Das mit der Verpflegung war bei mir auch so eine Sache in den USA. Ich hatte immer so etwa sechs Standard-Gerichte, darunter Steak-Stripes mit Rosmarin-Kartoffeln und Gemüse, Shrimps mit Gemüse, Pasta, Spiegeleier mit Kartoffeln, Chicken Nuggets oder gebratene Hänchen-Brust-Streifen mit Reis und Gemüse oder auch mal einen Topf Chili. Wenn ich mal zu faul war, bin ich zu Subway gegangen, aber auf die ganzen Burger-Buden hatte ich nicht so große Lust.
    Bei mir war es vielmehr problematisch, etwas nettes zu Trinken zu finden. Im Endeffekt habe ich fast ein Jahr lang nur orange juice getrunken (einmal versehentlich die Galone mit »lots of pulp« gekauft …). Ansonsten gabs ja nicht mal Mineralwasser mit Kohlensäure oder vernünftigen Apfelsaft oder dergleichen, nur noch diverse Pops.
    Naja, mit dem Essen fand ich es in den USA doch deutlich schwieriger als hierzulande. So eine Palette Maggi oder Knorr habe ich bei uns im Food Lion auch nie finden können :-/

  2. Oh je, macht mir doch gerade Mut, was das Essen in den USA anbelangt!

    Ich entscheide eigentlich immer zuerst, was ich kochen will und suche danach das passende zu trinken heraus, daher habe ich auch immer einen kleinen Wein- und Saftvorrat daheim. Ich denke, in den USA werde ich mich an Mountain Dew halten ;)
    Bei den Standardgerichten sieht es so ähnlich wie bei Martin aus (abgesehen mal von den Shrimps, damit kann man mich ja bekanntlich jagen), aber ich denke Nudeln mit Soße, Steak mit French Fries, Chili con carne, Salat etc. sollte ich auch auf der anderen Seite des Teichs hinbekommen. Knorr/Maggi habe ich übrigens bei Dittmer’s in Mountain View, CA gesehen ;-) Und sogar Haribo lässt sich mittlerweile bei amazon.com bestellen.

  3. Naja, zu viel Berg-Tau solltest du auch nicht trinken, Jean Pierre. Das hat ja irre viel Koffein, als ob man sich den ganzen Tag mit Kaffee zuschüttet ;)
    Übrigens wirst du bei Trader Joe’s zumindest gute Zutaten finden. Du musst nur hinsichtlich dem, was du draus machst, kreativ sein…

    Knorr/Maggi hat’s natürlich nicht, aber wenn du nur Suppe willst oder so, tuts auch “Campbells” obwohl ich persönlich “condensed soup” immer noch “gross” finde…

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