Smog Check
Heute habe ich für meinen fahrbaren Untersatz einen Smog-Check gemacht.
Vorgeschichte: Auf dem Weg zur Arbeit hielt mich ein Freund und Helfer in einer schmucken blauen Uniform und mit blitzblank poliertem Stern an und teilte mir freundlich aber bestimmt mit, dass nun offensichtlich Oregon-Kennzeichen hätte, aber wohl zur Arbeit fahre und aus diesem Grund mein Auto nach Kalifornien ummelden müsse.
Bedankte mich, tauschte noch ein paar warme Worte über meine Nationalität aus (letzten Rest des deutschen Akzents verstecken noch immer zwecklos) und fragte im Büro angekommen telefonisch beim DMV (Kraftfahrzeugamt) nach. Ich ging davon aus, das Ummelden sei für Studenten mit einem zeitlich begrenzten Praktikum gar nicht nötig.
DMV-Frau: “Jaja das ist richtig. Studenten müssen ihr Auto nicht ummelden, wenn sie nur für eine Weile da sind — wenn Sie aber schon 23 Jahre oder älter sind, dann gilt diese Regel nicht mehr.”
Nun bin ich beileibe kein Langzeitstudent, für Amerikanische Verhältnisse aber nun offensichtlich überfällig oder so, denn ratet mal welchen Geburtstag ich jüngst feiern durfte. Dumm gelaufen, also.
DMV-Frau: “Auch den Führerschein müssen Sie noch mal machen. Nur den Fahrtest kann ich Ihnen ersparen.”
Na immerhin etwas. Also brachte ich in Erfahrung, was ich denn so alles benötigte und wurde mit einem Haufen Infos überschüttet; damit aber werde ich euch jetzt nicht langweilen.
Und nun geht es ans Abhaken von 2 Checklisten, einer für den Führerschein, eine für das Auto.
Erster Punkt der Smog Check (oder auf gut deutsch die Abgasuntersuchung).
Nachdem das Auto eine halbe Stunde auf dem Prüfstand vergewaltigtanalysiert wurde, fiel das Ergebnis positiv aus: Alle Tests bestanden und in keiner der Disziplinen mehr als 50% des maximal zugelassenen Schadstoffausstoßes. Bei manchen Punkten ist meine Uralt-Schaukel Rennmaschine sogar deutlich besser als der Durchschnitt aller bestehenden Autos in Kalifornien (!), so zum Beispiel beim Kohlenmonoxidausstoß bei 25 Meilen pro Stunde.
Hier ein Bild meines Smog-Reports; mehr Infos zum Smog-Check hat auch der USA-Rundbrief von Mike und Angelika Schilli.
Und weil wir hier in Kalifornien sind, wo die Sonne immer etwas wärmer, die Hühner etwas glücklicher, die Menschen freundlicher, der Gouverneur österreichischer und vielleicht gerade deshalb alles auch ein bisschen teurer ist, schlug der erste Haken auf der Checkliste gleich anständig zu Buche.
Zwischenstand also bis jetzt: 0 $ bislang, 57,70 $ für den Smog-Check und (wer hätt’s gedacht) 57,70 $ insgesamt für den Start ins CA-konforme Autofahrerleben.
Mehr Episoden (und mehr Rechnungen leider) werden folgen.




Hat Dein Auto eigentich schon einen Katalysator?
Wenn ich mir die anderen Spritschleudern anschaue, die bei Dir rumfahren, dann würde ich nicht so drauf pochen, dass Dein “Compact Car” noch ordentlich dasteht
Vielleicht lernt Euer Governor ja irgendwann auch noch, dass auch DaimlerChrysler Brennstoffzellenfahrzeuge baut, die ohne Schadstoffausstoß mit Wasserstoff fahren… Zumindest das H2-Projekt wird ja im Moment in Kalifornien stark unterstützt, vielleicht findet doch langsam ein Umdenken statt? Bei Chrysler bleiben die Händler ja auch auf den spritfressenden Jeeps und Pickups sitzen, weil die Kunden sich wohl mehr und mehr auf kleinere, sparsame Autos konzentrieren.
Viel Spaß noch beim Pauken für die Theorieprüfung (das ist dann Deine dritte, oder?) und beim Geld-ausgeben…
*g* glaubst du eigentlich, dass du binnen 90 Tagen, wo das Smog-Certificate verfällt alles zusammenhast? *SCNR*
Na, ich sagte dir doch, dass ich dir ein gutes Auto ausgesucht habe! Ich bin wirklich stolz auf dein Smog-Zeugnis!! Vielleicht hättest du dir einfach im Gegensatz zu anderen Amerikanern einen gefälschten Führerschein besorgen sollen, wo drauf steht dass du JÜNGER bist als du wirklich bist…
Haha, Justin, dass einer seinen Führerschein nach unten fälscht hab ich auch noch nicht erlebt
Danke für deine Hilfe mit dem Auto — das ist wirklich ein gutes.
Registration und License habe ich mittlerweile auch, werde ich in Kürze mal bloggen