Archive for September, 2006

Aufkleber

Wenn man am San Francisco Airport das Parkhaus verlässt, wird man offenbar in ein “tolles” Big-Brother-System eingetragen, jedenfalls hat der Kassierer das Kennzeichen auf dem Video-Monitor und tippt es fleißig in sein System ein.

Spätestens aber als er fragte, ob das Kennzeichen aus Oh-reh-gohn sei, hat sich der Zeitgenosse als Banause gebrandmarkt (Tip: Die richtige Aussprache geht mehr in Richtung O-rih-gänn).

Zeit die wahloregonische Identität etwas unter Beweis zu stellen. Nach kurzem Suchen fand ich meinen OSU-Aufkleber, den ich bis dato aus Faulheit noch nicht aufgeklebt hatte:

OSU Autoaufkleber
Nett, oder? Jean Pierre bestand dann aber auch gleich darauf, dass ich auch den Apple-Apfel auf der anderen Seite verewige. So sei es!

Apple Autoaufkleber

San Francisco Cable Cars

Als eine der ersten Tours, wenn man in die Bay Area kommt, ist natürlich San Francisco fällig. Die Stadt mit den unvergleichlichen Hügeln ist zwar ein Touristenmagnet, was bisweilen ein bisschen nerven kann, ist aber mehr als nur sehenswert. Ein Highlight San Franciscos sind die berühmten Cable Cars, eine Kabelbahn, die sich langsam aber sicher seit 1873 in der Küstenstadt bergauf und bergab zieht.

Damit zu fahren macht Spaß und fühlt sich für den ein bisschen sicherheitsvernarrten Durchschnittsdeutschen ungefähr gleich gefährlich an wie den Kopf ins Maul eines Königstigers zu halten.

Eine Fahrt (one way) kostet übrigens 5 Dollar, nicht ganz billig, aber das Vergnügen sicher wert. Diesen Preis hätten wir auch investiert, wenn denn jemand unser Geld gewollt hätte. Wie zum Geier kauft man eigentlich Fahrkarten für das Cablecar? Weiß jemand bescheid?

Aber was solls. Fotos? Hier.
San Francisco: Ein Cablecar von außen

San Francisco: Ein Cablecar von innen

Umziehen, einziehen

Sooo, da bin ich nun endlich in Mountain View, Kalifornien. Umziehen war wie üblich ätzend, aber das ist ja nichts Neues… Die Verkehrssituation in der Bay Area ist bisweilen mehr als hässlich, aber zum Glück sind die Autobahnen vierspurig: Irgendwann kommt man dann doch an :)
Habe schon meinen Platz im Büro gefunden und gleich danach alle Koffer in mein Apartment geschleift: Wenn ich an die Wohnungspreise in der Bay Area denke, ist es wahrscheinlich ganz gut, dass mir mein Arbeitgeber eine kleine Wohnung hier in der Stadt bezahlt.

Internet habe ich übrigens im Apartmentkomplex über Wireless; das ist zwar ganz nett, andererseits aber ein bisschen komisch, weil man immer nur einen Computer gleichzeitig anschließen kann. Ich glaube da muss ich meine Mac-Gyver-Erfahrung demnächst mal ein bisschen spielen lassen.

Fotos aus meinen Privatgemächern gibt es wie für Celebrities üblich natürlich nicht, aber hier ist ein Olivenbaum aus dem Garten:

Fred und Olivenbaum

Auf Wiedersehen, Alturo

Schade, schade. Mein Hosting-Provider alturo schließt die Pforten. Ich war mit dem Service sehr zufrieden, denn nirgendwo sonst hatte ich bisher so unkompliziert Webspeicherplatz, E-Mails und sogar SSH-Zugriff erhalten, ohne dass alles in eine völlig unbedienbare Benutzeroberfläche eingebettet wurde.

Doch das Konzept “Hosting für Profis” ist aber offenbar nicht aufgegangen, und so hatte ich diese Woche eine Kündigungsmail im Postfach:

Zwischenzeitlich hat sich der Markt stark verändert: Die Kosten für dedizierte Server und hochwertige Hosting-Produkte sind gesunken und die Zielgruppe “Hosting-Profis” greift vermehrt auf Markenprodukte zurück. Unter diesen Bedingungen ist es für uns nicht mehr rentabel, die Marke Alturo aufrechtzuerhalten.

Zeit, einen neuen Hoster zu suchen. Und nach kurzer Zeit haben wir uns auch schon entschieden: Demnächst werden unsere Domains auf den Servern von hosteurope erreichbar sein. Dort gibt es ein anständiges Service Level Agreement, und die Preise sind auch bezahlbar.

Ich hoffe, den Umzug ohne größere Ausfälle und weitgehend transparent für den Benutzer durchführen zu können. Für kleinere Unannehmlichkeiten während des Umzuges entschuldige ich mich aber schon jetzt! :)

Big Brother: Flüge live tracken

Welch doppeldeutiger Titel: Auf flightview.com kann ich genau sehen, wo das Flugzeug mit meinem (großen) Bruder drin sich gerade befindet. Mit Live-Karte:

Einen Flug tracken mit flightview

Nett, sehr nett. Sogar die Fluggeschwindigkeit zeigt es an: 440 Knoten (am Boden). Bei der Umrechnung von Knoten in km/h kann übrigens der Google Calculator helfen: Eine Suche nach 440 knots to km/h klärt uns auf: Das Flugzeug fliegt an die 815 km/h.

Ich hoffe, dass auch die dort angegebene Ankunftszeit einigermaßen passen wird, sodass keiner von uns stundenlang warten muss.

PS: Hätte ich früher gewusst, dass es die Seite gibt, hätte ich wohl ein kleines Skript geschrieben, das die Bilder in regelmäßigen Abständen eingesammelt hätte und später ein kleines Video draus gemacht. Aber nicht verzagen! Bald kommt noch ein Flug :)

saved

savedNormalerweise blogge ich nicht über amerikanisches Fernsehen. Das liegt natürlich ein bisschen daran, dass 70% der Sendezeit (gefühlte Zeit…) mit Werbung zugebracht wird, aber auch daran, dass ich mich einfach nicht für das Liebesleben diverser Hollywood-”Stars” interessiere, und die meisten anderen Sachen, die hier laufend breit getreten werden.

Dennoch habe ich ein paar amerikanische Lieblingsserien und ich muss sagen, dass, hätte ich eine Liste, dann wären dort nur eine deutsche TV-Serie (Stromberg) und sonst eine Handvoll amerikanische drauf. Vielleicht (wenn es irgendjemanden interessiert ;)) werde ich auch die anderen auf der Liste hier mal verbloggen. Vielleicht.

Mein jüngstes Findelkind ist eine Serie namens saved. Sie begleitet eine Gruppe Rettungssanitäter durch ihren lustigen, spannenden und interessanten Alltag. Der Protagonist, Wyatt, hat eine bewegte Vergangenheit, diverse Probleme mit Frauen und noch einige Schulden aus der Zeit, als er noch oft Poker spielte — und verlor.
Was die Serie gut macht sind verschiedene Dinge. Auf Anhieb fällt mir zum Beispiel die gute Musik ein: Jede Folge verfügt über einen anderen, hörenswerten Soundtrack, so kommen wir zum Beispiel in den Genuss von The Who, The Police oder R.E.M.; dass sich Serienschreiber so viele Gedanken zur Musik machen, dass es positiv auffällt, ist ungewöhnlich.
Ein interessantes Feature sind auch die Flashbacks, die man bei jedem der Patienten sieht, und die uns — ohne Ton — die Vorgeschichte der Person erzählen, was dem ganzen ein bisschen “Tiefe” verpasst: So lernen wir kennen, wie der Selbstmörder überhaupt erst suizidal geworden ist, etc. Auch das habe ich so noch nicht in einer Serie gesehen und es gefällt mir gut.

Für mich wird die Serie zuletzt daher interessant, wo sie spielt: Ich hatte saved zum ersten mal im New Yorker Fernsehen gesehen und so naiv angenommen, es würde dort spielen. Auch die Geschwindigkeit der Serie roch nach Millionenstadt. Wenigstens da hatte ich mich auch nicht getäuscht: Sie spielt in Portland, Oregon. Am Akzent kann man das übrigens leider nicht erkennen: Im Fernsehen haben die meisten Serien keinen allzu starken regionalen Akzent, wohl um die Zuschauer der jeweils anderen Küste nicht zu vergraulen.

Falls es diese Serie jemals nach Deutschland schafft: Anschauen!

Die Erschaffung der Frau

Wie vorher erwähnt, habe ich aus dem Bücherregal eines mir unbekannten Verstorbenen das Buch “Woman: Her Sex and Love Life” von William Josephus Robinson (seines Zeichens Gynäkologe im frühen 20. Jahrhundert in den USA) abgestaubt.

Nun hat dieses Buch einen sehr schönen, zeitlosen, Einleitungsartikel, den ich euch, liebe Leser, beileibe nicht vorenthalten möchte: Viel Vergnügen!
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