Fahrräder verkaufen. Oder auch nicht.

Wenn Leute hier irgendwo ausziehen, kann das schon mal vorkommen, dass sie Geld auf die Straße werfen. Das ist ja auch nett, dass man seine Möbel und so weiter nicht in den Müll wirft, sondern für jemanden, der sie gebrauchen kann, an die Straße stellt. Idealerweise mit einem “free” Schild drauf. Oder auch nicht — abgeholt werden sie so oder so.

So haben wir letzte Woche ein Fahrrad eingesammelt, das hinten einen Platten hatte und von seinen ausziehenden Besitzern kurzerhand neben den Müllcontainer gestellt wurde. Und nach kurzem Verhandeln auf dem lokalen “schwarzen Brett” im Internet haben wir auch gleich 15 Dollar aus “Müll” gemacht. Nicht übel!

Das gleiche hätte mit meinem alten Fahrrad passieren können, das ich nun nicht mehr brauche. Hätte. Dumm nur, dass wenige Tage vor dem Verkauf ein besonders witziger Geselle alle Bowdenzüge bei meinem Fahrrad durchgeschnitten hat. War wohl nichts mit verkaufen (ohne danach verklagt zu werden oder so…).

Gut aber, dass man sich bei der oben erwähnten automatischen DiebstahlEntsorgungmaschinerie nicht selbst darum kümmern muss, das Ungetüm loszuwerden.

Nachdem ich es in die Nähe der Straße stellte, war es in weniger als 18 Stunden verschwunden. Ob das wohl auch mit anderen überflüssigen Gegenständen funktioniert? Ich hätte da noch einen alten CRT-Monitor…



3 Responses to “Fahrräder verkaufen. Oder auch nicht.”

  1. 1
    Jean Pierre Says:

    Das klappt bestimmt, ich könnte meinen alten Monitor und den alten Fernseher ja auch im Handgepäck mitnehmen :-p

    Eigentlich müsste ich auch nur mal den Keller entrümpeln und zur Entsorgungsstelle nach Spandau fahren… Aber ohne Auto gestaltet sich das etwas schwer.

  2. 2
    fred Says:

    Vielleicht brauchst du es ja auch nur vor die Tür stellen und in ein paar Minuten hat deinen Müll schon jemand geklemmt…

    Aber in Berlin kann es natürlich dann auch sein dass die Polizei/Feuerwehr/Heilsarmee kommt und du Strafe zahlen musst. Vielleicht solltest du das also dann doch nicht unbedingt ausprobieren…

  3. 3
    fred Says:

    Übrigens kann ich (und werde es wohl auch) den Monitor zu Goodwill bringen, das ist ein Second-Hand-Laden für allerlei Dinge. Dort kriege ich zwar kein Geld dafür, muss mich aber auch nicht um Entsorgung kümmern. Denn Röhren brauchen ja spezielle Behandlung, und das kostet auch in diesem Land Geld. Und zum einfach in den Müll werfen bin ich eben zu Europäisch.

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