Auch Amerikanische Autos brauchen mal einen Ölwechsel. Und da meine Karosse zwischenzeitlich schon seit 3000 Meilen unter meinem Hintern sitzt, habe ich das dieses Wochenende mal in Angriff genommen (3000 Meilen, oder fast 5000 Kilometer, ist die Standarddistanz für Ölwechsel in diesem Land, und wer weiß wie lange da vorher keines mehr reingemacht wurde…).
Aber, wie sich das für die USA gehört, hat Ölwechsel nichts mit dreckigwerden zu tunmachen die meisten Menschen ihn natürlich nicht selbst. Denn wofür gibt es schließlich Drive-Trough-Shops. Ich also zu einem dieser Shops namens Oil Can Henry gefahren, auf dem Beifahrersitz den “externen Consultant” Justin, gelernter Automechaniker.
Eine Frau winkt mich in die Schlange hinter der (durchfahrbaren) Garage, vor mir ein Auto, das gerade seinen Ölwechsel bekommt, hinter mir gähnende Leere. Sie reicht mir die Tageszeitung (“USA Today”) und das Menü, aus dem ich bequem verschiedene Wartungsprogramme wählen kann. Mangels Dukatenesel entschließe ich mich für den “conventional oil change” mit kostenlosem 20-Punkte-Check für mein Auto. Nach wenigen Minuten bin ich auch schon an der Reihe.
Man prüft die Lichter, dann den Ölstand. Während ich das angebotene “Hochleistungsöl für alte Fahrzeuge” ablehne, füllt man den Wischwasserbehälter und reinigt meine Windschutzscheibe. Unter dem Auto wird das Öl abgelassen, oben der Zustand des Getriebeöls geprüft. Sekunden später ist der Ölfilter ist auch schon gewechselt.
Gluckgluckgluck, oben kommt das neue Öl (Castrol GTX 10-30W) hinein.
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