Archive for April, 2006

Still spinning

Long time no blog. Didn’t have too much time to do geeky stuff recently :-/

Doesn’t mean the world stopped spinning, though:

You know that the world is still spinning the right way when:

  • the preacher in front of the university library is still preaching, as usual
  • the fellow students are still wearing either pjs or shorts, regardless if it’s less than 50 degrees (10 ºC) outside
  • the sun is shining but at the same time it’s raining anyway. After all, this is Oregon.
  • you found yet another annoying yet ineffective OLCC trap that kept you from buying a beer in spite of you being old enough
  • due to the obvious lack of sound isolation, you can still hear every single step of your neighbors upstairs
  • the commercials still use German words to sound more “hip”… and it apparently works
  • and after all, you seem to be the only one thinking that some of these things are a little weird, sometimes ;)

Wochenende (?)

Als ich letzte Woche bei einem der vielen “Java Places” auf dem Campus einen Kaffee gekauft habe, sagte man mir ganz stolz, nächste Woche sei “Earth Day”, und deshalb müsse ich die ganze kommende Woche 25 Cent weniger zahlen, wenn ich meine eigene Tasse brächte.

Mein Travel MugAber das mache ich ja sowieso sehr häufig — schließlich habe ich mir erst jüngst einen hochmodernen “Travel Mug” besorgt, weil es die in Deutschland so selten gibt, und sie mir eigentlich gut gefallen. Zudem sind diese Kaffeetassen mit Deckel die einzigen Getränke, die in der hiesigen Bibliothek zugelassen sind.

Heute, sonntags, in der Bibliothek, ich lasse mir einen Kaffee in meinen “Travel Mug” abfüllen, um über meinen “hochinteressanten” Hausaufgaben nicht einzuschlafen. Und siehe da, ich musste einen Quarter weniger zahlen, denn ich hätte ja meine Tasse mitgebracht und, wie man mir abermals ganz stolz erzählte, das sei ja schließlich eine Aktion anlässlich des Earth Day. Moment mal, denke ich. Ich dachte die Aktion ist erst nächste Woche.

Doch da ging wohl der Deutsche wieder mit mir durch: Wie mir später eingefallen ist, fängt hier in den USA die Woche nämlich, anders als zuhause, nicht erst montags sondern schon sonntags an. Normalerweise macht das ja keinen Unterschied. Bei solchen Aktionen allerdings schon.

Gut zu wissen. :)

Hartnäckige Gesellen

Nun ja, normalerweise werfe ich Spam, der mich per “Schneckenpost” erreicht einfach in den Papierkorb. Insbesondere in den USA muss man dagegen relativ resistent sein, da fast jede Gesellschaft, mit der man einen Vertrag hat, die Adressdaten meistbietend weiter verschachert.

Credit Cards; CC-licensed; by Life As Art; Source: http://flickr.com/photos/lifeasart/122463367/Meist wird das zwar in ein freiwilliges (staatliche Regulierung ist hier ja bekanntlich eher selten) “Privacy Agreement” eingebettet, aber da dieses vielleicht fünfseitige Dokument ohnehin niemand liest, entdeckt die “wir verkaufen Ihre Adresse an Spammer, wenn sie uns genug Geld bieten” Passage ohnehin niemand. Ganz zu schweigen dass die vermeintliche “Vereinbarung” (= Agreement) ohnehin nicht einzeln unterschrieben oder gar genehmigt werden muss, die Klauseln also auch eher nicht vereinbart sondern eher aufgezwungen werden.

Ganz hartnäckige Gesellen sind ComCast (mein Kabelfernsehen- und Internet-Provider), sowie die JP Morgan Chase Bank, eine Kreditkartengesellschaft, die mindestens ein- bis zweimal die Woche, manchmal häufiger, Müll in meinem Postfach abladen. Read the rest of this entry »

Lieblingswörter #3

Man glaubt es kaum, wie oft eigentlich das amerikanische Englisch Anleihen im Deutschen genommen hat. Das spielt mir eine ganze Reihe netter “Lieblingswörter” in die Arme…

Heute: Doppelgänger, oder, da sich die Amis nie ganz sicher sind wohin denn nun der Umlaut gehört, auch: Doppelganger.

Oft erkennen die Muttersprachler nicht einmal, dass diese Worte in Wirklichkeit deutsche Fremdworte sind. Wenn ein Umlaut darauf ist, fällt es ihnen hingegen leichter. Anders herum wird Wörtern hier gerne irgendwo ein Umlaut verpasst, weil es dann so schön deutsch aussieht. So zum Beispiel das schmerzhafte, aber beliebte “Strüdel”, das seinen Umlaut nur hat, um das zugehörige Gebäck original deutsch nennen zu können ;)
– Aussprechen kann die Umlaute allerdings trotzdem niemand.

Zuordnungsprobleme

Nun ist es mir schon zum zweiten mal passiert: Ich habe einem Professor eine Email geschickt, in der ich ihn/sie mit dem falschen Geschlecht angesprochen habe.

Bei uns ist das zugegeben auch etwas einfacher. Wenn dort ein Professor, sagen wir, den Vornamen Gerhard hat, dann wäre es schon etwas ungewöhnlich, wenn der vermeintliche Herr sich als Dame entpuppen würde.

Question mark; from flickr user Bright Tal; Source: http://www.flickr.com/photos/bright/118197469/Nicht so hier. Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, ur-amerikanische Professoren taugen nur bedingt, weshalb sich die Universität überall sonst in der Welt mit Lehrkräften eindeckt (oder mit Studenten natürlich, so wie ich ;) )… Jedenfalls kommen meine Professoren aus aller Herren Länder: So waren darunter schon ein Japaner, ein Norweger (glaube ich), ein Mexikaner, und nun eine Chinesin und ein Deutscher. Nur zwei waren Amerikaner.

Eine Chinesin. Genau, eine Chinesin. Aber woher sollte ich wissen, dass der Vorname Xiaoli von Chinesen an ihre Töchter, nicht Söhne vergeben wird?

Noch schlimmer, jener Professor, der aus Indien stammt und auf den interessanten Vornamen “Bella” hört. Asche auf mein Haupt: Ich schrieb die Email an Miss Soundso ;)
Auf der anderen Seite beweisen die Ur-Amerikaner hier eine erstaunliche Toleranz gegenüber fremden Namen und eine interessante Beharrlichkeit, wenn es darum geht, sie falsch zu betonen. Mein französischer Vorname wurde während meines bisherigen Aufenthaltes jedenfalls nur vielleicht etwa 5 mal richtig ausgesprochen ;)
Es wäre ja auch zuuu einfach, wenn einem diese Dinge leicht gemacht würden. Wo kämen wir denn da hin…