Johannes Rau ist tot

Heute ist der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau gestorben.

Er war einer meiner Lieblingspolitiker, denn mit Handlungen wie seiner historischen Knesset-Rede im Jahr 2000 hat er der Bundesrepublik unsagbar große Dienste erwiesen und er hat es wohl so manches mal geschafft, zur richtigen Zeit die richtigen Worte zu finden.

Heute ist Deutschland ein bisschen ärmer geworden. Mach’s gut, Bruder Johannes.

Categories: altes Europa, real life

More RAM!

The Mac user’s last words: “More RAM!” ;)

Mac Mini; CC-licensed; Source: http://flickr.com/photos/darice/85759173/After using the Mac Mini for quite a while, I switched my primary Operating System to Linux/PPC (more exactly, Ubuntu Linux, but this might change over time).

Meanwhile, I found out that Java is a pain on Linux, especially on the PowerPC architecture. The Sun Java packages are not available, so the only ones you can use are the GNU Java Compiler or a commercial Java variant from IBM. As the GNU version is very unfortunately quite slow (and some applications do not even run on it, for numerous reasons), I managed to install the latter. For that, I followed a Java PPC Howto in a Ubuntu forum. Quite frankly, the fact that the howto is in Chinese didn’t make the process any easier, but I managed to read the important information out of the few code snippets on that site.

Now, the Java programs I want to run work quite flawlessly most of the time. Unfortunately, one of the components seems to have a memory leak. And I am not quite sure if it’s the Java JRE or the (always very memory-greedy) Java-coded software I am using. Recently, it even filled up my whole system memory, including Swap, preventing me from accessing the system for almost five minutes, until the Java program crashed and I was able to work again. The system load had reached the truly magical number of 49 at this point. At least, the whole system did not crash: Respect to the stability of the PowerPC Port of the Linux OS.

In any case, even though I really like Linux on my Mac, I wanted to use OS X at some time again. But since “it is just no fun to run OS X with less than 1 Gig of RAM” (German quote), I ordered some this week. This means, I will address the challenge of opening the Mac Mini soon.

Especially as the hard drives shipped with the Mini are not pretty fast either (and therefore the Swap space is even slower than it “usually” is), I expect the upgrade to be a true relief — because currently, the constant swapping of memory content to the hard drive and vice-versa is the most annoying thing about the little barebone sitting on my shelf.

I’ll keep you posted.

P.S.: The “last words” up there I just made up myself, but they are an intentional reference to the last words attributed to the German poet Johann Wolfgang von Goethe: (“Mehr Licht” = “more light”), just in case you didn’t notice ;)…

Categories: OSU OSL Crosspost, Tech Talk

Regen-Rekord

Wenn mich Daheimgebliebene nach dem Wetter fragen, schwingt da schon manchmal ein ironischer Unterton mit. Im Winter ist das in Oregon nämlich eher eine rhethorische Frage: So zeigt das typische Klimadiagramm aus dem Pacific Northwest nicht unbedingt mehr Regen über das Jahr wie in Deutschlands Südwesten, nur leider ist das Ganze weitaus schlechter verteilt.

Regen von Tupelo Honey; CC-licensed; Quelle: http://flickr.com/photos/69987757@N00/89206461/Und während Deutschland momentan fleißig friert, hüpfe ich ebenso fleißig über Pfützen, verliere meinen Schirm nun schon zum zweiten mal, und entwickele ohnehin schon fast Schwimmhäute zwischen den Fingern.

Wenig überraschend kam daher auch diese Woche die Schlagzeile “Rainfall Record”. Zwischen 19. Dezember und 19. Januar sollen hier 49,4 cm (19,43 Zoll) Niederschlag gefallen sein. Das ist mehr als der bisherige Rekord von 1997: Damit ist in den letzten 31 Tagen im Mid-Valley so viel Regen gefallen wie nie zuvor seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1889.

Einer meiner Kollegen konnte zeitweise sein Haus nur noch im Kanu verlassen (“I live by the river. Ah, well. In the river.”), und auch ich habe das Fahrradfahren vorerst zugunsten des Busverkehrs eingestellt.

Die “Eingeborenen” nehmen’s allerdings gelassen. Die Mehrheit hat immer noch keinen Schirm (Kapuzenshirts erfreuen sich jedoch allgemeiner Beliebtheit) und auch die Träger von kurzen Hosen sind noch nicht weniger geworden. Aber mit 10 Grad (Celsius) über Null ist es hier schließlich auch ein bisschen wärmer als in Deutschland.

Categories: USA, altes Europa

Oregons Sterbehilfe-Gesetz

Obwohl es international gar nicht so hohe Wellen geschlagen zu haben scheint, war gestern in den Oregonischen Zeitungen nur von einem Thema die Rede:

In einer Grundsatzentscheidung hat der Amerikanische Supreme Court das Sterbehilfegesetz des Staates Oregon für legal erklärt. Die Bestrebungen der Bush-Regierung, das Gesetz zu kippen, waren damit (vorerst) erfolglos.

Damit ist Oregon der einzige der 50 Staaten, in dem die sogenannte Beihilfe zum Suizid zulässig ist. Der so genannte Death with Dignity Act (zu Deutsch Gesetz für einen würdevollen Tod) erlaubt Ärzten – unter vielen Auflagen –, Schwerstkranken straffrei letale Medikamentendosen zu verschreiben. Das ist zum Beispiel in Deutschland auch der Fall, ruft hier in den USA aber diverse erzkonservative Kräfte auf den Plan, die ihren jeweiligen Einfluss spielen zu lassen versuchen, um solche Gesetze zu Fall zu bringen. Insbesondere, wenn diese Gesetze in einem liberal regierten (“blauen”) Staat auf den Weg gebracht wurden. Den wahren Wert der Gerichtsentscheidung sehen die Kritiker daher weniger im (durchaus moralisch schwierigen) Inhalt des Gesetzes, sondern vielmehr darin, dass die hiesige Bundesregierung nicht nach Belieben in die Ländergesetzgebung eingreifen kann.

Viele deutsche Infos gibt es dazu nicht, aber wer möchte, findet einen guten Artikel über die Tragweite der Gerichtsentscheidung bei der Tageszeitung der OSU, dem Daily Barometer.

Interessant auch der Artikel im Arkansas State University Herald, der die Historie des Gesetzes nachzeichnet. So hatte der Supreme Court bereits 1997 entschieden, dass (ähnlich wie in Deutschland) das konstitutionelle Recht zu leben nicht das Recht zu sterben beinhaltet; zugleich hatte er aber die Entscheidung, assistierten Suizid zu erlauben oder nicht, zurück an die Einzelstaaten verwiesen.

Categories: USA