Getrocknete Tränen

In Deutschland scheint langsam Schluss zu sein mit dem allgegenwärtigen “Rumgeheule”. Im Jahr 2004 war zum Beispiel kaum etwas so sehr in die Hose gegangen wie die LKW-Maut. Und nun? Kaum Pannen und satte 2,85 Milliarden Euro im deutschen Maut-Geldbeutel. Sauber.

Und zu Weihnachten sind, zum ersten mal seit langem, die Einzelhändler zufrieden mit dem was die Leute so kaufen. Das allein ist doch erstaunlich, wo nach den ganzen “Teuro”-Geschichten die Einzelhandelsverbände Fest für Fest keinen Zweifel daran ließen, dass sie unter dem zurückhaltenden Kaufverhalten der Deutschen leiden, ja gar darben mussten. Ich sage Euch: Selten habe ich so sehr Mitleid gehabt. Ja, ich habe wirklich weinen müssen, beinahe. Aber jetzt ist ja alles wieder in Ordnung in den Karstädten der Republik. Glück gehabt.

Und kaum bin ich mal nicht da, brechen in der Heimat goldene Zeiten an. Blühende Landschaften. Die WM 2006 steht vor der Tür und die Durchhalteparolen zeigen trotz aller Unkenrufe erste Wirkung (und wenn schon nicht die patriotische Ader, so wird doch wenigstens die Phantasie angeregt), wir sind Papst, haben mit einer ostdeutschen Frau als Kanzlerin derbe was für die Quote getan, und wer arbeitslos war, findet wieder Arbeit.

Was kann da noch schief gehen?

Außer, dass Tokio Hotel in den Top 10 ist, meine ich. (Aber man kann ja nicht alles haben.)



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2 Responses to “Getrocknete Tränen”

  1. Ich kann dich beruhigen. Das mit Tokio Hotel hat sich vorerst auch erledigt…
    Unglaublich, aber wahr, “das Sänger” kommt grad in den Stimmbruch!!! Im Videotext bei RTL (okay, genauso “zuverlässig” wie die Geheimdienstberichte der Amis) stand was von einer Pause. Am besten wäre natürlich ne Pause wie sie Rex Gildo grad macht…

  2. Haha, das mit dem Stimmbruch ist lustig. Dann bleibt ihr ja tatsächlich für eine gewisse Zeit von neuen Songs verschont? Aber freu dich nicht zu früh, die nächste Horror-Band kommt bestimmt!

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