Archive for November, 2005

Go OpenOffice!

LinuxWeekly News (leider: in der ersten Woche Subscriber only, also bisschen Geduld ;) ) schreibt diese Woche über das OpenDocument Format. Dabei handelt es sich um einen neuen Dokumentenstandard für Office-Programme (Texte, Tabellen, Präsentationen), der einen “gemeinsamen Nenner” für verschiedenste Office-Pakete darstellen soll.

Dabei zeichnet LWN den Weg vor, den das neue Dokumentenformat gehen soll: Es wurde als offener Standard zertifiziert und wird gegenwärtig etwa bereits von der Europäischen Union als Standarddateiformat unterstützt und empfohlen. Die EU legt bei der Wahl der offenen Dokumentenaustauschformate besonderen Wert darauf, sich nicht an ein bestimmtes Unternehmen zu binden.

Mit im Boot sind Branchenriesen wie Sun (natürlich, wenn man nur an StarOffice denkt) und IBM. Die Liste der unterstützenden Softwarepakete wird langsam länger, auf der nicht unterstützenden und auch nicht geplanten Seite steht relativ einsame Microsoft Office. Im Übrigens wird aber bereits an einem offenen Plugin für Microsoft Office geschrieben, um dort auch ODP Im- und Export machen zu können.

Es dürfte also angebracht sein, in Zukunft unsere Dokumente in ODF abzuspeichern, um sie auch in Zukunft noch problemlos lesen und bearbeiten zu können.

Übrigens gibt es seit OpenOffice 2.0 (auch auf deutsch erhältlich) keinerlei (und das meine ich ernst) Grund mehr, Microsoft Office einzusetzen. Die neue Version ist noch einmal deutlich besser geworden und ich habe das sündhaft teure Microsoft-Paket nie zuvor weniger vermisst. Sogar der Import von DOC-Dateien (die ich leider viel zu Häufig zugeschickt bekomme) funktioniert tadellos. Zudem ist es nicht so leicht, große Dokumente (größer 100 Seiten z.B.) so schnell zu “verhunzen” wie mit Microsoft Word. Und glaubt mir, ich habe bereits einen Haufen Leute gesehen, die dafür ein besonderes Händchen hatten.

Wer da noch immer 300 Euro (oder so) für das Microsoft Paket ausgeben will, kann sie auch gerne mir überweisen, ich installiere euch OpenOffice dafür ;)

Advent, Advent

Oooh, heute ist ja schon erster Advent!

Gerade noch Thanksgiving gefeiert, schon bricht die Weihnachszeit an. Das geht hier ja Schlag auf Schlag.

Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass es hier bereits sonderlich weihnachtlich aussähe. Es regnet – ganz wie gewohnt – gelegentlich, gerade scheint wieder die Sonne, und die Temperaturen sind nicht gerade das, was wir in Deutschland “Winter” nennen würden.

Aber, natürlich überall Weihnachtsbäume (aber die stehen im Supermarkt auch erst seit vier bis sechs Wochen), und Menschen, die ihre Häuser mit überaus kitschigen Accessoires beladen. Auch die Nationalgarde verkauft auf dem Rasen hinter dem Waffenlager Christbäume – wohl um für schlechtere Zeiten zu sparen. Die “Dining Center” der Uni sind erstaunlich zurückhaltend geschmückt, obwohl ich befürchte das wird bald noch schlimmer. Dafür verkauft der Bookstore Nikolausmützen in Orange (wir erinnern und: Orange-Schwarz sind die Farben der Uni)… Ich glaube so eine werde ich mir sogar zulegen.

Ja, wie siehts eigentlich in der Heimat aus? Schneeee?

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern einen schönen ersten Advent. Gehabt zu haben… denn bei euch ist er ja schon fast wieder rum ;)

Stille

Heute ist Thanksgiving, der wohl wichtigste nationale Feiertag in den Vereinigten Staaten.

9 Uhr morgens, ich stehe für einen Moment mitten auf der Hauptverkehrsstraße und weit und breit kein Auto. Leergefegt wie Deutschland beim Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft.

Deutsche Feiertage fühlen sich ja eigentlich eher wie Sonntage an. Kein Wunder auch, dass die Busse dort wie sonntags fahren, die Restaurants wie sonntags öffnen und so weiter. Die Menschen gehen in die Kirche, mähen den Rasen und waschen ihr Auto.

In einem Land hingegen, in dem man montags bis sonntags 24 Stunden lang einkaufen kann, wirkt ein nationaler Feiertag wie ärztlich verordnete Bettruhe.

Nicht nur, dass niemand unterwegs ist (ja, der Campus ist *leer*), sondern interessanterweise sind auch so Räume wie der eigentlich 24 Stunden geöffnete Computerpool abgeschlossen; auch die Studenten, die in einem der Wohnheime wohnen, müssen über Thanksgiving raus: Gestern wurden um 5 Uhr nachmittags die Wohnheimtüren verschlossen, und sie werden erst an Sonntag wieder geöffnet.

Den krönenden Abschluss den Nationalsedativums “Thanksgiving” bildet regelmäßig das Truthahnessen am Abend: Die Truthähne der Welt fürchten das jährliche Fest zurecht. Ich für meinen Teil bin heute bei meiner Gastfamilie zum Essen eingeladen und freue mich schon drauf. Es verspricht köstlich zu werden :)

Open Source and Capitalism

Corey and Scott blog about a letter to the editor these days which was printed in the local newspaper recently. The tag line of the letter was, that the State of Oregon should not fund the OSL with public money because Open Source Software (OSS) is bad for the principles of capitalism.

I personally think, Peter, the author of the letter, is not the only person to think like that about Open Source Software. And we should explain to those people why OSS is not “some sort of socialistic collaborative” but professional software engineering from a different point of view.

We get rid of what effectively breaks out good and secure software development, because teamwork is made more difficult if not totally prohibited: Closed source licenses. And by that, we open ourselves towards criticism, and we can achieve that some of the very best people in the world help us on our software projects. And they constantly improve them. Why? Because *they can*. Because they can effectively influence what happens to the software they use. Because we let them look at what’s the core of the software: Its code.

And even though this sort of software is “freely available”, capitalistic principles do not suffer. (Believe me one thing: IBM, HP and others would not spend a single dollar on OSS if they could not make money of it!) Even though I can download the software and play with its code, not everybody is able or willing to do so. And therefore, the “making of money” doesn’t simply disappear how Peter fears. The place of making money shifts. Towards teaching people how to use the software. Towards maintenance contracts and towards personalized solutions.

Imagine, you want to have a special feature implemented in your software because it would help your 5000 employees making their everyday work. I want to see you talking to companies like Microsoft asking for a personalized feature in their software. (“Can you write me a plugin framework so that I can still use the scripts that we used before?”). And of course, people are paid for the work they do on that. But what the State of Oregon (and therefore, indirectly, the tax payer!) gets out of its money, is a boost in efficiency and security of the software they use. Every day.

The bottom line is: Please try to open yourself a little to this point of view. Try to see, that it might be more effective to collaborate on projects together rather than keeping your work for yourself. It’s collaboration, not isolation, that makes innovation work.

Meilen pro Gallone?

Im Fernsehen sah ich heute Werbung, dass Tanken ja immer teurer werde, und man daher bei F*rd eine ganze Menge Autos kaufen könne, die mehr als 25 Meilen pro Gallone Sprit schaffen.

Etwas neugierig, was Amerikaner denn so unter “sparsam” verstehen, fing ich das Rechnen an (huh, krass, Kehrbruch und gleich zwei Einheiten ins metrische System konvertieren!) und komme auf:

25 Meilen pro Gallone sind etwa 9,5 Liter je 100 Kilometer.

Naja, ganz nett. Wenn ich mir aber so die äußerst beliebten Pickup Trucks hier ansehe, brauchen die aber wohl locker das dreifache. Den Eindruck, dass ihnen der “steigende Bezinpreis” weh tut habe ich da noch nicht. Wie auch, bei gerade mal 2,55 Dollar je Gallone (oder: 60 Eurocent je Liter)…

AJAX library magic

I just read about CGI::Ajax for Perl and was curious if there was something like it for PHP already?

And, look what’s there, an alpha version of a PEAR AJAX library was released just this week.

Cool. We should have an eye on this as it could make AJAX stuff in PHP much, much easier.

(via Jeremy Zawodny)

Konzert!

Weil hier die Vorlesungszeit ziemlich schnell rum ist, kommt auch das Konzert schneller, als ich es von anderen Orchestern gewöhnt bin.

Das Konzert der “OSU Concert Band” fand gestern in der MU Lounge (also der großen Eingangshalle der Memorial Union) statt. Das Ganze fand zwar zur etwas ungewöhnlichen Zeit von 12 Uhr mittags statt, wir haben den Saal aber dennoch gefüllt; einige Gäste mussten dem Konzert sogar im Stehen lauschen.

Concert Band

Da ich leider auf Anhieb keinen vertrauenswürdigen Fotografen habe ausfindig machen können, gibt es leider diesmal nur eine Handvoll Fotos. Aber sie geben trotzdem einen ganz guten Eindruck. Einfach auf das Foto klicken!

Es war übrigens interessant, einmal ein Konzert als erster Trompeter zu spielen. Da sind dann doch eine ganze Menge Soli, die man zum Wohle des Publikums besser spielen sollte, während die Kollegen ihre Fingernägel feilen Pausen zählen… Mit nur fünf Stücken war das auch eine ganz gute Übung.
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