In vollen Zügen: Strom im ICE
Willkommen zu meinem heutigen Live-Experiment: ICE fahren und auf Strom hoffen. (Wie so oft: getippt unterwegs, hochgeladen, wenn wieder Netz da ist…)
Wenn man 5,5 6 Stunden durch Deutschland tingeln muss, denkt man schon mal darüber nach, wie man die etwa 2 Stunden überbrückt, die die Fahrt länger ist als der Akku durchhält. Jean Pierre meinte “in ICEs gibt es doch Strom!” – naja, in vielen. Der ICE, mit dem ich gekommen war, war zum Beispiel so eine alte Gurke, dass es dort nirgendwo Strom gab.
Also gleich mal die Rückfahrt auf die ICE-Versionen gecheckt und festgestellt, dass der Zug von Berlin-Ostbahnhof nach Hannover mit immerhin einer Steckdose je Vierertisch ausgestattet ist. Wie gut, wenn man am Anfangsbahnhof einsteigt – man hat die Qual der Wahl. Und so hänge ich gerade mit meinem Toshi an einer (oho: funktionierenden) Steckdose im ICE Nummer 942 und der Akku ist bis 11:30 Uhr gesichert.
Oops. – Von wegen gesichert. Viel zu wenige Steckdosen für viel zu viele Leute: Gerade kommt eine Dame, die hier gegenüber reserviert hat und auch die (einzige) Steckdose mitbestellt hat. War wohl nix mit Akku schonen.
Note: (nachdem die Hinfahrt keinen Strom hatte, aber immerhin pünktlich war und daher eine 3,0 bekommt) gerade noch eine 2,5 (dafür dass man eine Steckdose immerhin hätte bestellen können wenn man reserviert hätte).
Etappe 2: Der ICE ist wieder einer der ersten Bauart und hat daher genau gar keine Steckdose weit und breit. Arbeitsplätze Fehlanzeige, ich sitze in einem überfüllten Abteil und auf meinem Sitz steht der (fast schon ein bisschen zynische) Schriftzug bahn.comfort. Wir wurden irgendwie außerplanmäßig umgeleitet, weil es aber fast doch planmäßig war, liegt hier ein Plan in dem drin steht:
25./2.6.: Ankunft in Frankfurt am Main, 14:25
und weiter:
25./26.6.: Ankunft Mannheim Hbf, 14:25
Ahja, soso. Strom hat das Ding nicht, aber es kann gleichzeitig in Frankfurt und Mannheim sein. Gut, okay, das gibt einen Pluspunkt.
also. Note: 3,7 – mit 0,3 Bonus fürs Zeitreisen.
Mit einem Durchschnitt von etwa 3,1 hat sich die Bahn im Student-sucht-Platz-zum-Arbeiten also allenfalls als durchschnittlich erwiesen. Das üben wir aber nochmal, lieber Herr Mehdorn!
Du willst statt “Berlin-Ost” “Berlin-Ostbahnhof” schreiben
Für so einen Fall (hier im “Osten” sind die Steckdosen auch an der Uni äußerst rar) habe ich immer eine Dreifachsteckdose im Gepäck. Außerdem glaube ich nicht, dass man Steckdosen reservieren kann? Die Dame hat Dich vereimert.
Nun, sie hat die Steckdose ja noch nicht gebraucht bis Hannover. Aber schon komisch.
Die Deutsche Bahn baut ihre alten ICEs um
In einem Artikel auf Spiegel Online erfahre ich, dass die Deutsche Bahn ihre alten ICE-Züge kräftig umbauen will. Das Audio- und Video-Angebot soll ausgebaut werden (“Es besteht heute kein Bedarf mehr an den Audio- und TV-Programmen”, so …
Die Suche nach Strom kenne ich auch…. Nett geschriebener Artikel!
Ich hatte bei der letzten Bahnfahrt Glück und hatte endlich einen ICE mit Steckdosen gefunden:
http://blog.jeanpierre.de/2006/06/30/endlich-mal-strom-im-ice/
Mensch, war ich die fünf Stunden mal richtig produktiv! Ach ja: Stromschwankungen kommen immer mal wieder vor, deswegen sollte man den Akku auf jeden Fall im Laptop belassen…
Danke! Ich habe gehört, langsam wird es besser. Aber wie lange es dauert, bis man wirklich auf Strom vertrauen kann wenn man in einen Zug steigt, steht in den Sternen.
Hier in den USA bin ich jüngst einmal Regional-Bummelzug gefahren. Der war (man höre und staune) Schlimmer als die Regionalzüge der Bahn (langsamer, dreckiger), aaaaber ein Haufen verfügbarer Steckdosen. Na sowas!