Green Mainstream Day

Es ist tragisch.

Green Day: American IdiotGreen Day, eine Band, deren Fan ich seit… (mal nachschaun)… ungefähr 1995 bin, wird zum Mainstream – “Boulevard of Broken Dreams” wird gerade auf SWR3 hoch und runter gespielt. Nicht, dass das Lied schlecht wäre – nein, es ist sogar verdammt gut.

Viel furchterweckender ist der Eintritt in Phase II des ewigen Kreislaufs guter Musik: Zuerst befindet man sich irgendwie in der “Geheimtipp-Ecke” (nämlich: Phase I) und wird von den Leuten aus Phase II und III manchmal mitleidig, manchmal kopfschüttelnd angesehen, und sie denken “armer Irrer…” – was zugegeben gerade in der Pubertät nicht gerade ein unerwünschter Nebeneffekt war. Uns wars egal, und wir haben einfach noch ein wenig lauter gedreht und erst aufgehört, als wir befürchten mussten, dass die Senfkristall-Gläser aus dem Schrank fallen würden.

Nach ein paar Jahren oder Jahrzehnten (also: genau jetzt) sucht sich ein Radiomensch den weichsten aller Songs heraus und spielt den Geheimtipp im Radio. Alle findens toll und fortan wird die Band mit Celine Dion und anderen Folterwerkzeugen zusammen Tag ein, Tag aus zur besten Sendezeit gedudelt. Die Kinder halten sich für die größten (Neo-)Punks aller Zeiten und kaufen sich die neuen CDs (die alten nicht, die sind ihnen zu hart), und es gibt den zugehörigen Jamba-Klingelton.

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Klickediklack

Na super. Die freundlichste Begrüßung, die man sich von seinem Server vorstellen kann, wenn man ihn anschaltet, ist: klickediklack. – Nanu? – Ach nein, das ist klick ganz normal klick beim Hochfahr…klickediklack!
Und die insgeheim entstandenen Befürchtungen, es könnte was Ernstes sein, bestätigen sich durch die wüsten Fehlermeldungen des Kernels, der uns sagen will: hdb ist kaputt (übrigens: eine IBM-Platte. Die gehen mir deutlich zu häufig kaputt…).
Na super. Doch die Schweißperlen werden weniger und die Laune bessert sich, als ich sehe, dass es sich um einen Teil des RAIDs handelt, und nicht um den Teil des Systems, der nicht gespiegelt ist. Glück gehabt.

Also ausbauen, neue Platte rein, RAID zurückspiegeln. Und was merke ich? Da die neue Platte doppelt so groß ist wie die alte, könnte auch der RAID größer werden. Nur wie, bei der jetzigen Partitionierung? Kopieren. Hin und zurück und überhaupt und sowieso. Na prima.

Aber damit mir das nicht nochmal passiert, lege ich diesmal ein Logical Volume Management unter den Software-RAID (natürlich: Die “Volume Groups” fein säuberlich nach physikalischen Festplatten getrennt, sonst nützt ja der ganze RAID nichts), damit ich nach Belieben an den Volume-Grenzen rumschieben kann. Also etwa so:

      +-----------+      +--------------------+
      | raided FS |      |   unraided FS      |
      +-----------+      +--------------------+
        / RAID 1 \                 |
+----------+  +----------+--------------------+
|   LV 1   |  |   LV 2   |      LV 3          |
+----------+  +----------+--------------------+
|   LVG1   |  |        LVG 2                  |
+----------+  +-------------------------------+
|    HD1   |  |         HD2                   |
+----------+  +-------------------------------+

Das allerdings hat so seine Tücken:
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